RH #115Interview

CATHEDRAL

Real World Hippies

Man hat manchmal den Eindruck, als wären die Burschen von CATHEDRAL mit einer Zeitmaschine direkt aus der Flower Power-Zeit der Siebziger ins Hier & Heute transferiert worden. Es paßt einfach alles: die Klamotten, die Musik, die Einstellung. Und doch sind Lee Dorrian und seine Kumpels keineswegs Ewiggestrige, sondern finden sich durchaus auch in den Neunzigern zurecht. Ihr neues Album „Supernatural Birth Machine“ klingt jedenfalls ausgesprochen frisch und wirkt deshalb nicht wie ein Relikt aus vergangenen Zeiten.

Schon seit Jahren vermischen CATHEDRAL Sounds aus den Siebzigern mit aktuelleren Zutaten und erschaffen dabei einen musikalischen Cocktail, der prinzipiell gar nicht mal so weit vom erfolgreichen Sound diverser Alternative-Kapellen entfernt ist. Und obwohl die Mucke der Briten somit einigermaßen trendy zu sein scheint (ungewollt, versteht sich), stellte sich der große Erfolg trotz Majordeal in den Staaten noch nicht so recht ein. Die „Supernatural Birth Machine“ soll daran etwas ändern - doch was zur Hölle soll dieser Begriff eigentlich aussagen?

"Herrje, da hast du mich jetzt aber auf dem falschen Fuß erwischt", runzelt Frontmann Lee Dorrian die Stirn. "Das ist schwierig zu erklären. Das Ganze hängt mit dem Cover-Artwork zusammen, das bereits einen Monat vor dem Studio-Termin fertig war. Man muß das Klapp-Cover als Ganzes sehen, um zu verstehen, worum es geht. Grob gesehen soll die Evolution der Menschheit vom Affen bis heute dargestellt werden, mit einem...

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