RH #115Interview

APOCALYPTICA

Enter Cellomen

Daß sich in Helsinki ein paar Musikstudenten an Cello-Adaptionen von Metallica-Songs versuchen, machte schon bei der Inszenierung von Waltaris inzwischen legendärer Todesblei-Sinfonie die Runde. Als wenige Monate später "The Unforgiven" aus den finnischen Radios dröhnte, war die Überraschung perfekt: Das junge Cello-Quartett APOCALYPTICA hatte die Charts geentert!

 

In der finnischen Hitparade zu sein, heißt zwar in vielen Fällen nicht mehr, als einen relativen Bekanntheitsgrad in Helsinki zu haben (passiert dort drüben quasi jedem dritten Musiker). Dennoch kam der Top Ten-Erfolg für die vier Burschen recht überraschend, zumal sich auch in Malaysia, Thailand, Japan und der Türkei (!) einiges regte. Ursprünglich wollte das Quartett lediglich ein musikalisches Exempel statuieren und zeigen, daß klassische Musik nicht unbedingt ein starres Bekenntnis zu traditionellen Formen bedeuten muß und Bands wie Metallica großartige Kompositionen hervorgebracht haben, die ebenso zeitlos sind wie die vieler klassischer Namen von Weltruhm. Wobei Sprachrohr Eicca Toppinen betont, daß "lediglich die älteren Metallica-Songs dieses Niveau haben. Das bluesige Material von "Load" ist hingegen für klassische Umsetzungen total ungeeignet, zumal die Platte auch sehr von ihrem Sound lebt."

1993 trafen sich Antero Manninen, Paavo Lötjönen und Eicca Toppinen im gleichen Kurs der bekannten Sibelius-Musikakademie. Als die Jungs, inzwischen verstärkt durch Max Lilja, zum Spaß auf einem Metal-Konzert zwei...

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