RH #114Interview

SEELENWINTER

Reif für die Kreuzigung?

Mit ihrer zweiten Scheibe „If Soul Turns To Flesh“ haben die Ostdeutschen SEELENWINTER einen gehörigen Schritt vom Metal in Richtung Progressive Rock gemacht. Bei der Szene-Presse sind sie damit allerdings nicht überall auf Gegenliebe gestoßen.

"Irgendwelche Typen, die sich die Gesichter schwarzweiß anmalen und wie Pandabären rumrennen, kommen bei den Kritikern besser weg als wir", mosert Drummer Holger Berndt. "Gejaule über finnische Waldseen scheint heutzutage wichtiger zu sein als gute Musik. Wir sind wirklich überzeugt von dem, was wir machen. Deshalb geht es uns auch sehr nahe, wenn wir nicht nur positive Resonanzen bekommen."

Welchem Stil frönt ihr jetzt überhaupt? Auf dem Albumcover sticht sofort ein Aufkleber ins Auge, der SEELENWINTER als „Prog-Rock-Metal-Band“ ausweist.

"Na ja", druckst Holger herum. "Der Sticker stammt von unserer Plattenfirma. Die ist wohl etwas hilflos und weiß nicht, was sie mit uns anfangen soll."

Durchaus verständlich, denn SEELENWINTER sind wirklich nicht leicht in eine Schublade zu quetschen. Selbst Holger als Bandmitglied tut sich in dieser Hinsicht sehr schwer.

"Was soll ich sagen? Genau weiß ich das auch nicht... Was denkst du denn?"

Mit meiner Standortbestimmung in der Grauzone zwischen VoiVod, Pink Floyd und Frank Zappa kommt der Schlagwerker ganz gut zurecht.

"Damit kann ich leben. Wir begannen damals ja als sehr harte Band, inzwischen haben wir uns aber stark von dieser Szene entfernt. Allerdings würde ich schon sagen, daß...

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