RH #114Interview

IQ

Viel zu kleine Hände

Es klingelt. Der Postbote. Was will der Kerl? Mir schadenfroh irgendwelche Rechnungen und Mahnungen in die Hand drücken? Leicht genervt öffne ich die Tür, doch zu meiner Überraschung überreicht mir der Knabe ein Paket, in dem sich die langersehnte IQ-Livebox „Forever Live“ befindet, ein Output, mit dem viele Fans schon gar nicht mehr gerechnet hatten.

Erstmal ´nen Luftsprung machen, dann das Teil auspacken und die einzelnen Bestandteile - eine Doppel-CD, ein Video und ein 16seitiges Booklet im LP-Format - genaustens in Augen- bzw. Ohrenschein nehmen. Resultat: Besser kann man der Nachwelt ein Konzert kaum erhalten. Sowohl die Silberlinge als auch das Videotape (Laufzeit jeweils ca. 110 Minuten) zeigen IQ at their very best, und man merkt deutlich, daß die britische Combo bei der Planung, Aufzeichnung und Produktion von „Forever Live“ an nichts gespart hat.

Zwei Tage später greife ich zum Telefonhörer und kontakte IQ-Keyboarder Martin Orford, der heilfroh ist, daß die Box endlich in den Läden steht. Immerhin liegt der 12. Juni 1993, jener Tag, an dem in der Stadthalle Kleve die Aufnahmen für „Forever Live“ gemacht wurden, schon eine halbe Ewigkeit zurück.

»Für eine kleine Band wie IQ war dieses Projekt eine enorme Herausforderung«, erzählt Martin. »Wir standen zwischendurch immer wieder kurz vor der Pleite, und es dauerte verdammt lange, bis wir alle Arbeitsabschnitte finanziert hatten. Letztlich konnte die ganze Sache nur funktionieren, weil wir fast alles selbst gemacht...

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