RH #112Interview

BARKMARKET

Grunge für Fortgeschrittene

Wenn Dave Sardy diese Überschrift lesen würde, wäre er höchstwahrscheinlich nicht sonderlich begeistert. Doch so sehr sich der BARKMARKET-Kopf im Studio mit handgemachtem Industrial, Noise-Rock und neuerdings gar mit dekonstruktivem Blues abgibt, so sehr rockt er zusammen mit seiner Rhythmus-Sektion ab.

Die Entwicklung von avantgardistischen Klangcollagen hin zu einem Songwriting, das diesen Namen auch verdient, läßt sich auch auf den Alben schrittweise nachvollziehen. War der Titel des 1989 erschienenen Zweitwerks „The Easy Listening Record“ noch pure Ironie, so hat Dave seinen musikalischen Anspruch auf dem aktuellen Werk „L.Ron“ durchaus mit einer gewissen Eingängigkeit gepaart.

»Wir haben getreu dem Motto „weniger ist manchmal mehr“ gehandelt und sind das Komponieren einfacher und direkter angegangen. Durch den Verzicht auf die verspielten Noise-Gimmicks und die vermeintliche Orientierungslosigkeit treten die Strukturen viel mehr in den Vordergrund und machen die Songs so wesentlich nachvollziehbarer.«

Das ist auch dringend notwendig, wenn BARKMARKET es mit der Scientology-Sekte aufnehmen wollen, deren Gründer Ron Hubbard schließlich Titelgeber ist.

»Die Scheibe nach ihm zu benennen, war nur ein sarkastischer Witz«, wiegelt Dave ab. »Die amerikanischen Nachrichten sind völlig einseitig und quasi zensiert. Daher informiere ich mich schon seit Jahren in alternativen Buchläden. Dort stößt man aber nicht nur auf interessante Hintergründe und unterschiedliche...

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