RH #112Interview

VADER

Polen kennen keine Angst

Daß die Polen VADER ein gnadenloser Live-Act sind, davon konnte man sich in den vergangenen Jahren oft genug überzeugen. Mit der gleichen Power wie auf der Bühne hämmerte das Quartett auch den neusten Longplayer "De Profundis" ein und dürfte damit selbst dem letzten Zweifler klargemacht haben, daß man nicht aus Florida kommen muß, um brutalen Death Metal in Perfektion zu spielen.

Die Geschichte der Band nahm ihren Anfang 1985, als Sänger und Gitarrist "Peter", Drummer "Doc" und Basser "Jackie" beschlossen, gemeinsam dem Death Metal und Grindcore zu frönen. Erst 1992 unterschrieben sie ihren ersten Vertrag und konnten mit "The Ultimate Incantation" ihre Debüt-Scheibe aufnehmen.

»Für uns war es damals keine leichte Zeit«, erinnert sich der Klampfer. »Unsere Situation war eine ganz andere als die der Bands aus dem Westen. In Polen gab es viele Schwierigkeiten, vor allem in der Versorgung, was zur Folge hatte, daß die Produktion bzw. der Vertrieb von extremen Metal-Platten ein Ding der Unmöglichkeit war. Uns blieb nichts weiter übrig, als auf unsere Chance zu warten.«

Nach dem Fall des eisernen Vorhangs hat sich viel verändert, Peter ist aber nicht nur begeistert.

»Für uns als Musiker und für die Metal-Fans ist einiges leichter geworden. Als Band können wir überallhin auf Tour gehen, und jeder kann sich bei uns internationale Acts wie Deicide oder Morbid Angel ansehen, was früher absolut unmöglich war«, erzählt er. »Und man kann kaufen, was man will, auch wenn alles sehr teuer...

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