RH #112Interview

MICHAEL KISKE

Alles Pappnasen

Mal was anderes: Ex-Helloween-Sänger MICHAEL KISKE, zur Zeit mit seinem ersten Soloalbum am Start, verzichtet im Interview mit Michael Rensen vollständig auf Geblubber der Marke „Meine Platte ist das Geilste seit der Erfindung des Pizzataxis“ und läßt sich lieber mit missionarischem Eifer über spirituelle Energien, klassische Komponisten und die Schwächen des Materialismus aus.

Michael, dein Solodebüt „Instant Clarity“ dürfte viele Leute vor den Kopf stoßen. Helloween-Trademarks sind zwar vorhanden, müssen allerdings fast schon mit der Lupe gesucht werden. Statt auf ausgelatschten Pfaden dem „Keeper Of The Seven Keys“-Erfolg hinterherzuhecheln, mixt du unbeschwert Michael Bolton-artige Radioballaden mit schrägen Experimentalparts, satten Rocknummern und groovigen Soundgarden-Riffs. Verkaufstechnisch könnte „Instant Clarity“ zum echten Problemfall werden. Stehen deiner Plattenfirma da nicht die Tränen in den Augen?

»Ich kann den Labelverantwortlichen ein Taschentuch reichen, aber mehr ist nicht drin. Mir bedeutet es wahnsinnig viel, nach meinen Idealen und meiner Moral leben zu können und mich nicht wieder in ein von finanziellen Interessen bestimmtes Korsett zwängen zu lassen. Bei Helloween wurde der kreative Freiraum damals aufgrund des wirtschaftlichen Drucks immer kleiner, bis er mir wie ein Sarg vorkam. Wir waren wirklich kurz davor, uns als Künstler zu beerdigen. Also habe ich alles hingeschmissen, radikal mit meiner Vergangenheit gebrochen und etwas total Neues...

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