RH #111Interview

SADIST

Pizzatod&Teufelskerle

Bei SADIST waren sich alle einig. Frank Albrecht, Kai Wendel und die meisten Konzertbesucher auch: »Live blasen die alles weg!« lautete das einhellige Fazit nach der Show der Italiener. Klar, daß es an der Zeit war, sich die höchst talentierte Gruppe mal zur Brust zu nehmen.

Ein Konzert von SADIST ist ein Erlebnis der besonderen Art. Ein Bassist, der über die Bühne tobt, als gelte es, eine Schlangengrube zu überwinden, und dabei unablässig bangt, während er seinem Langholz die geilsten Läufe entreißt, die eine europäische Metal-Band je im Programm hatte. Ein Drummer, der sich hinter keinem anderen Kollegen verstecken muß, aber trotzdem Showeinlagen bietet, ohne auch nur eine Hundertstelsekunde aus dem Takt zu sein; ein Shouter, der sich die Seele aus dem Leib kreischt, mal böse dreinschaut und mal zufrieden grinst, wenn sein äußerst talentierter Keyboarder/Gitarrist Tommy es mal wieder schafft, beide Instrumente gleichzeitig zu bedienen, ohne daß der Song seine Power verliert.

Kurzum: Sehr beeindruckend, was die vier jungen Italiener auf der Bühne zaubern, während sie in halbleeren Clubs in die weit aufgerissenen Mäuler des überraschten Publikums gucken. Eine Erklärung für diese wirklich ungewöhnliche Bewegungsfreude fällt Tommy, der am anderen Ende der unsäglich schlechten Leitung in der Offenbacher Hafenbahn sitzt, leicht:

»Wir sind halt Italiener, wir müssen uns bewegen«, lacht der bescheidene Spokesman der Sadisten. Nicht zu vergessen auch die immense Live-Erfahrung...

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