RH #110Interview

MANHOLE

Schreihals ohne Ballermann

Die Horrorgeschichten über die MANHOLE-Macherin Tairrie im Vorfeld ihres Debüts "All Is Not Well" versuchten sich gegenseitig zu überbieten. Da sollte aus der schwarzhaarigen Sängerin eine wütende, menschenverachtende Furie gemacht werden, die jeden über den Haufen schießt, der es wagt, eine falsche Frage zu stellen. Hanno Kress unterhielt sich ganz friedlich bei Cappuccino und Eisbergsalat mit einer äußerst zahmen, begeisterungsfähigen Musikerin.

Mir sitzt in einem italienischen Restaurant, das dem Klischee von "O Sole Mio" mit einer Höhlen-Gips-Imitation sehr nahe kommen möchte, eine sehr hungrige und durstige Dame aus L.A. gegenüber.

Mit einem kräftigen "Wow" kommentiert sie das Interieur der gastronomischen Einrichtung und ordert sich noch eine Cola mit extra-extra viel Eis: "Wie könnt ihr Cola nur so warm trinken...?"

Bei all den Geschichten eines Stewardessen verprügelnden, Journalisten anspuckenden Bad Girls des heftigeren Crossovers erwarte ich, das klebrige Gebräu über mein Aufnahmegerät geschüttet zu bekommen. Doch nichts passiert...

"Ich finde diese Gerüchte über mich ziemlich dämlich, auch deshalb, weil ich MANHOLE als Band verstehe und nicht als One-woman-Show mit ein paar gitarreschwingenden Kerls im Hintergrund. Deswegen gibt es keine Einzelfotos von mir. Ohne meine Jungs, die das ganze musikalische Rüstzeug mitgebracht haben, wäre ich doch nichts."

Früher ist sie nämlich nur mit einem Mikrophon und ein paar Plattenspielern ausgekommen. Denn Tairrie B. ...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.

 
 

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen