RH #109Interview

SKIN

Unbeugsame Glückspilze

Daß SKIN den Spagat zwischen altbacken und modern mal galanter als alle anderen Acts vollführen würden, war nicht abzusehen, als die Briten vor zwei Jahren noch als reinrassige Traditionalisten debütierten. Inzwischen aber gilt das Quartett als perfektes Bindeglied zwischen Achtziger-Hardrockschule und Neunziger-Approach und begeistert mit seinem neuen Album „Lucky“ selbst ZeitgenossInnen wie Hanno Kress (10 x Dynamit, RH 107), die mit dem Erstling noch wenig bis gar nix anfangen konnten.

Auf eurem Debüt habt ihr noch standhaft die Fahne der Hardrock-Traditionalisten wehen lassen; es schien euch nicht im geringsten zu interessieren, daß die Achtziger längst vorbei waren. Auf „Lucky“ indes, eurer zweiten Scheibe, tragt ihr den Neunzigern durchaus Rechnung. Wie kommt’s?

Sänger Neville MacDonald: "Es hat halt ein Weilchen gedauert, ins Hier und Heute zu gelangen. Mit dem ersten Album hinkten wir noch etwas hinterher, was zum einen daran lag, daß es gerade mal ein Jahr nach Gründung der Band aufgenommen worden war - da hatte sich die Band noch gar nicht richtig gefunden, wir spielten im Grunde genommen unsere allerersten kompositorischen Gehversuche ein, die zweifellos ein wenig eindimensional waren. Zum anderen war die Produktion zwar schon im März ‘93 fertig, aber erst satte zwölf Monate später wurde sie auch veröffentlicht, und zu diesem Zeitpunkt war die Musik in vielerlei Hinsicht schon längst überholt. Wer uns auf den Tourneen zur ersten Scheibe gesehen hat, wird...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.

 
 

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen