RH #109Interview

CHOR CHOREA

Opfer der neuen Armut

Was die Berliner CHOR CHOREA auszeichnet, ist ihr einzigartiger Stil. Daß unsere hanseatische Nase Michael Rensen in der Rezension des Erstlings “Experience“ in einem Song dennoch die Galactic Cowboys wiedererkannte, brachte Sänger Veit Ullmann mächtig auf die Palme.

"Das ist eine ganz schön harte Anschuldigung, daß wir bei denen geklaut haben sollen", pflaumt mich der ansonsten überaus freundliche Shouter an, als ich ihn via Telekom-Standardleitung kontakte. "Ich kenne diese Galactic Cowboys überhaupt nicht."

Die Ähnlichkeit zwischen der Strophe des “Experience“-Openers ´People´ und dem Cowboy-Track ´If I Were A Killer´ ist rotzdem nicht von der Hand zu weisen, auch wenn sie rein zufällig zustande kam. Allerdings muß man den Berlinern zugestehen, daß sie ansonsten äußerst eigenständig zu Werke gehen. Ihr mystischer, progressiver Thrash, der ab und zu mit sphärischen Synthies oder Dance-Beats unterlegt wird und stellenweise sogar an die seligen Anacrusis heranreicht, langweilt auch nach dem zwanzigsten Durchlauf nicht.

"Ralf Hubert von Mekong Delta gab uns die Möglichkeit, “Experience“ aufzunehmen", blickt Veit zurück. "Er sah uns 1994 auf einem Open Air mit Tankard und Kreator, und ihm gefiel unsere Musik so gut, daß er uns einen Vertrag über drei Alben anbot. Wir ergriffen diese Chance natürlich beim Schopf. Allerdings steckt Ralfs Label Crosswire noch in den Kinderschuhen, so daß einige Sachen etwas schleppend anlaufen. Außerdem befindet sich die neue Mekong...

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