RH #109Interview

MINK STOLE

No Bentleys!

MINK STOLE sind wohl die undeutscheste deutsche Band. Klang ihr Debüt „...Eats Head Of Owner“ noch nach dem Sub Pop-Singles-Club, so haben die Schwaben ihren Sound anno `96 stilistisch an die Ostküste verlagert - und zwar ebenso authentisch. Den Wechsel zum Noisecore, der bei ihnen wie eine bösartige Mischung aus Helmet, Cop Shoot Cop und Kyuss klingt, findet Ian (v., g.) allerdings gar nicht so dramatisch.

"Das alte Songmaterial war durchaus ähnlich, nur haben wir die Extreme seinerzeit noch nicht so konsequent ausgelebt. Hinzu kam, daß die krachige Härte von der viel zu sauberen Produktion schon im Ansatz erstickt wurde."

Ein zwingendes Argument, denn das neue Werk „New Improved Bad End“ lebt zu einem beträchtlichen Teil von dem brachialen Sound, für den kein Geringerer als Dave Sardy sorgte, der nicht nur Gitarrist von Barkmarket, sondern auch rechte Hand von Rick Rubin und damit u.a. Produzent von Slayer und den Chili Peppers ist.

"Wir haben vorher auch noch Steve Albini (Indie-Dogmatiker, Shellac-Musiker und Fließband-Produzent - d. Verf.) und Chris Goss (Masters Of Reality-Kopf und Kyuss-Mentor - d. Verf.) kontaktet. Sie waren zwar beide begeistert, hatten aber in absehbarer Zeit keinen Platz in ihrem Terminkalender. Dave war dagegen sofort verfügbar und machte uns außerdem einen Dumpingpreis, weil er auf unsere Musik steht."

So wurde der finanzielle Rahmen trotz des Amerika-Trips nicht gesprengt, zumal Workaholic Sardy das Album in nur einer Woche (!)...

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