RH #108Interview

MAYFAIR

Alice in Proggieland

Die Retro-Welle läuft. Alternative Grunger erlernen die Freuden der latenten Suizidgefährdung der 70er, und Britpop-Bands stellen sich als zweitklassige Beatles-Karikaturen heraus. Jetzt kommen die Österreicher MAYFAIR mit einer neuen Idee: Sie vergreifen sich an den Psychedelic-Bands der späten 60er und frühen 70er. Also nur eine weitere Retro-Combo?

"Wir haben gewiß Elemente und Gefühle von Psychedelic-Gruppen übernommen, sie jedoch auf unsere Zeit übertragen", stellt Sänger Mario klar. "Wir leben bewußt in den Neunzigern und trauern nicht vergangenen Zeiten nach. Wir möchten exakt widerspiegeln, was um uns herum passiert. Daher haben wir z.B. ein deutliches Maß an Aggressivität und Energie in unserer Musik."

Seid ihr vier zerrüttete Seelen, die sich musikalisch ausleben?

"Privat sind wir keinesfalls depressive, melancholische Typen. Ich habe einfach einen enormen Drang, all meine Gefühle auszudrücken, und die Musik dient dabei als Ventil."

Was sind die Anlässe, die bei dir extreme Emotionen auslösen?

"Ich habe festgestellt, daß es bei mir vor allem Beziehungskisten sind, auch wenn das etwas kitschig klingen mag. Aber sowohl das Frischverliebtsein als auch der Trennungsschmerz lösen stärkste Gefühle aus, die mich anspornen, Musik zu machen. Zwischen diesen beiden Polen besteht ein ständiger Kreislauf, der auch das Hauptthema auf "Die Flucht" ist. Uns spornt jedoch nicht nur die Liebe, sondern auch der Glaube an. Wir sind alle Christen und glauben an Gott, doch...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.

 
 

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen