RH #108Interview

IGGY POP

„Ich liebe Kollisionen“

"Ich wollte ein Album aufnehmen, das wirklich kontrolliert und diszipliniert ist, aber trotzdem mächtig rockt. Die Songs sollten zum Mitsummen oder gar Mitsingen einladen, man sollte es mit Freuden hören können. Ich habe deshalb letztlich auch nur zehn Songs draufgepackt, um zu vermeiden, daß Stücke mit draufrutschen, die kaum mehr als Füller sind. Was am Ende dabei rauskam, war simpler Rock'n'Roll, eine Musik, die heute kaum noch jemand so spielt, geschweige denn aufnimmt. Das klingt verdächtig nach den Siebzigern, aber gerade deshalb liebe ich es!" Sagt Iggy Pop.

 

Lieben kann man Iggys neues Album in der Tat. Erinnerungen an alte Stooges-Tage werden beinahe zwangsläufig wach, hört man Songs wie ´Pussy Walk´, ´Keep On Believing´ oder ´Knucklehead´. Andere Stücke haben fast schon Country-Feeling. Vor allem ´Shoeshine Girl´ sei da genannt. Das kommt nicht von ungefähr. "Ich liebe diese Art von Musik", erklärt Iggy, "sie liegt mir im Blut, weil ich selbst aus so einer Poor-White-Trash-Stadt komme." Noch genauer: aus einer Wohnwagensiedlung in der Nähe einer solchen Stadt.

Iggy Pop hat einen langen Weg hinter sich von jenem Wohnwagen in einer Trailer-Siedlung an der US 23 zwischen Ypsilanti und Ann Arbor, Michigan, in dem seine Eltern ihn großzogen, bis zu diesem warmen Dezembertag, an dem er mir in der Lobby eines Hotels mitten in Hollywood gegenübersitzt. Ein Teil dieses Weges ist längst in die Annalen der Rockgeschichte eingegangen. Er war der Gründer der Stooges und...

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