RH #107Tourtagebuch

SHELTER

Pogende Gebetsmühlen

 

Wenn eine Krishna-Band zum Tourtagebuch bittet, is´ nix mit Sex and Drugs and Rock´n´Roll. Stattdessen sind spirituelles Denken, vegetarische Ernährung, rauch- und alkfreie Backstageräume sowie sexuelle Enthaltsamkeit angesagt.

Kein Wunder, daß sich der Andrang potentieller Mitfahrer in Grenzen hielt. Jan Jaedike spielte Opferlamm und kam zwar nicht bekehrt, aber doch schwer begeistert zurück.

 

SHELTER und ihre Crew bestreiten diese Visite nicht per Nightliner, sondern im Kleinbus, und geschlafen wird abends in Hotels. Als ich in Hamburg zum Tourtroß stoße, ist die ursprüngliche Buchung für die Hamburger Edelabsteige „Marriott“ jedoch in letzter Sekunde umgeworfen und die ganze Bagage in ein Hotel auf der Reeperbahn umquartiert worden.

Wahrscheinlich ist die Aktion auf Drummer Mackies Mist gewachsen. Der ist der einzige „Ungläubige“ und Langhaarige der Truppe und darüber hinaus auch leidenschaftlicher Fisch- und Eieresser.

»Ich bin sogar sexuell aktiv«, lacht er. Allerdings nicht auf der Reeperbahn, wie er versichert. Die beiden SHELTER-Chefs Ray (v.) und Porcell (g.) können sich dagegen angesichts von Leuchtschriften wie „World Of Sex“, „Peep Show“ und „Table Dancing“ gar nicht wieder einkriegen.

»Ich glaube, daß jeder Mann etwas Böses in sich hat, das ihn zwingt, hinzugucken, wenn Sexualität zur Schau gestellt wird«, weiß Ray Cappo alias Raghunath Das, der Prostituierte übrigens „erschreckend“ findet. (Wir verzichten an dieser Stelle darauf, aufzuzählen, was WIR...

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