RH #107Interview

MUDSHARK

Bissige Schotten

MUDSHARK legten mit ihrem selbstbetitelten Debüt (fast) einen Start nach Maß hin. In der stark besetzten Februar-Richterskala verfehlten sie nur um ein halbes Pünktchen die Top Ten und damit die Dynamit-Seiten.

Die seltene Einigkeit der Musik-Justitia(re) hat seinen Grund, denn MUDSHARK sprechen mit ihrem heavy HC-Grunge die unterschiedlichsten stilistischen Vorlieben an; bei den anstehenden Konzerten (siehe Kasten) dürften sowohl Kutten- und Flanellshirt-Träger als auch Kurzhaarige (prima, ich darf auch hin!) einträchtig nebeneinander stehen.

"Yeah, wir ziehen in der Tat ein recht gemischtes Publikum", bestätigt Sänger Ian McCotter mit übelstem Glasgower Akzent. "Glücklicherweise akzeptieren die jeweiligen Szenen unsere Mischung aus alten Black Sabbath, Seattle-Bands wie Soundgarden, New Yorker Noisecore à la Helmet und Modern Metal der Sorte Pantera. Angesichts der albernen Abgrenzungen zwischen den einzelnen Genres ist so viel Toleranz fast schon ein Wunder. Wir haben ehrlich gesagt nicht mit diesen positiven Reaktionen gerechnet, da die Engstirnigkeit der Leute eher zu- als abnimmt."

Ein gutes Beispiel dafür liefert der Frontmann selbst, denn als ich ihn darauf anspreche, daß sich in der britischen Szene mit Acts wie Therapy?, Skunk Anansie oder eben MUDSHARK endlich mal wieder etwas zu bewegen scheint, differenziert er sofort:

"Therapy? sind Iren, Skunk Anansie Engländer und wir Schotten. Von einer gemeinsamen Szene kann man daher wohl kaum sprechen. Gerade hier in...

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