RH #106Interview

THE EXPLOITED

Hundsgemein schottisch

Ausgerechnet die alten Punksäcke um Irokesen-Ikone Wattie Buchan sind 1996 mit der Konsens-Platte des Jahres am Start. Die ewig gestrige Basis wird heftig mosern, aber "Beat The Bastards" ist nicht nur die beste EXPLOITED-Scheibe seit zig Jahren (wenn nicht sogar die beste überhaupt!), sondern auch das souveränste Punk-Metal-HC-Crossover-Werk der Neunziger.

Eine leichte Geburt war das Album aber mitnichten, wie ein supergut aufgelegter Wattie, verstärkt um Bruderherz und Drummer Willie, in hundsgemeinem Schottisch zu berichten weiß.

"Wir haben sehr lange und sehr hart an "Beat The Bastards" gearbeitet. Insgesamt sind es drei Jahre gewesen, von denen wir mehr als die Hälfte im Studio verbracht haben."

Produziert hat Wattie persönlich, wobei er sich von Colin Richardson unter die Arme greifen ließ, der schon beim ´90er Meisterwerk "The Massacre" an den Reglern saß und ansonsten einen tadellosen Ruf als Metal-Knöpfedreher besitzt.

Wattie verlor nach ´ner Weile allerdings aus dem Auge, daß es sowas wie festgelegte Aufnahme-Budgets gibt.

"Wir hatten 20.000 Pfund zur Verfügung, verballerten zunächst 2.000 für diverse andere Dinge und gingen dann erstmal einen Monat ins Studio. Ich hatte dummerweise nicht mitbekommen, daß der Laden 600 Pfund pro Tag kostete. Nach einem Monat war daher die ganze Kohle futsch. Wir verdienen ja eh nix und leben nach wie vor von 40 Pfund Sozialhilfe pro Woche. Music For Nations mußten dann wohl oder übel noch einiges draufzahlen, da die Songs...

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