RH #106Interview

VIRGIN STEELE

Defenders Of The Faith

VIRGIN STEELE gehören für mich zu den unterbewertetsten Power Metal-Combos überhaupt. Zumal sie durch ihren pompösen, monumentalen Sound einen eigenen Stil kreiert haben, den man allenfalls mit Manowar zu ihrer Hochphase vergleichen kann. Leider sorgten die altbekannten Business-Probleme dafür, daß die Band Ende der Achtziger trotz großartiger Scheiben wie „Noble Savage“ und „Age Of Consent“ nie den Durchbruch schaffte.

Nach dem Release der „Age Of Consent“-Scheibe wurde es eine ganze Zeit lang sehr ruhig um David DeFeis und seine Mannen. Gerüchte über das Ende der einst so vielversprechenden Band machten die Runde, doch völlig unerwartet erschien die Truppe 1993 mit ihrem „Life Among The Ruins“-Longplayer wieder auf der Bildfläche - einem Album, das aufgrund des sehr US-Radio-orientierten Sounds nicht bei allen VIRGIN STEELE-Fans auf Gegenliebe stieß. Doch mit dem 1995 erschienenen Monumentalwerk „The Marriage Of Heaven And Hell Part I“ machten die Burschen wieder verlorenen Boden gut. Jetzt steht Teil II in den Läden, und auch wenn ich ausnahmsweise mal nicht Götzens Meinung bin und Part One einen Tick besser finde, so bietet doch auch der zweite Teil der Hochzeit von Himmel und Hölle wieder opulentes Futter für jeden Liebhaber traditioneller Schwermetall-Sounds. In Anbetracht der sehr guten Verkaufszahlen, die Teil 1 erreichte, kann man Herrn DeFeis nur dazu gratulieren, daß er sich wieder auf seine Roots besann und pompösen Power Metal der Güteklasse A ablieferte.

"Wir...

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