RH #106Interview

NOMEANSNO

Unsterblich verliebt

Kaum eine Band geht musikalisch und geschäftlich so konsequent ihren eigenen Weg wie NOMEANSNO. Daher ist eine größere Story über die außergewöhnlichen Kanadier seit längerer Zeit fällig. Passender Anlaß: das aktuelle Meisterwerk "The Worldhood Of The World (As Such)".

Seit weit über einer Dekade liefert die Band um die beiden Wright-Brüder Rob und John in schöner Regelmäßigkeit hochklassige Alben ab, ohne sich dabei sonderlich um ihre Karriere zu kümmern. Das gilt nicht nur für den Verzicht auf kommerzielle Zugeständnisse, sondern vor allem auch für die Treue zum Business-Underground: Als eine der letzten Bands bleiben sie nach wie vor an Bord des sinkenden Schiffs von Alternative Tentacles.

Dies liegt nicht zuletzt auch an der engen Freundschaft zu Punk-Guru und Label-Macher Jello Biafra, mit dem sie vor vier Jahren auch ein gemeinsames Album ("The Sky Is Falling And I Want My Mommy") aufgenommen haben. Der Wechsel zu einer Major-Company käme für den schrägen Vierer ohnehin nicht in Frage, wie Sänger und Bassist Rob unmißverständlich klarstellt:

"Ich liebe beispielsweise die Musik von Green Day, aber der Rahmen, in dem sie präsentiert wird, kotzt mich an. Für die Plattenfirma geht es doch nur darum, die Kuh zu melken, solange sie noch Milch gibt - reines Profitdenken ohne ideellen Hintergrund. Sobald der Punk-Boom vorbei ist, werden die Jungs gefeuert, und das durch sie erwirtschaftete Geld wird in den nächsten Hype gesteckt. Bei einem Label wie Alternative Tentacles...

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