RH #105Interview

TYKETTO

Konsquent altmodisch

Interessieren wird diese Scheibe nur noch Melody-Exzentriker: "Shine", das dritte Album der Melody-Rocker TYKETTO, fängt da an, wo die Band mit "Strength In Numbers" aufgehört hat: eingängige Hooks, mehrstimmige, ohrwurmige Refrains und Lyrics über die simplen Dinge des Lebens. Und doch ist "Shine" etwas Besonderes.

 

Zum einen ist der bisherige Shouter Danny Vaughn gegangen (worden) und durch Steve Augeri ersetzt worden, viel wichtiger aber erscheint, daß die vier US-Boys ihren Stiefel konsequent durchziehen und sich nicht jetzt, da die Situation aufgrund des Sängerwechsels günstig gewesen wäre, musikalisch um 180 Grad gedreht haben.

 

Anzunehmen war dies nämlich schon, hörte man von seiten der Plattenfirma solche Statements wie "Steve klingt viel rauher, nicht so aalglatt wie Danny, irgendwo ein bißchen wie Black Crowes" etc. Das hätte den wenigen, aber treuen TYKETTO-Fans in Deutschland sicherlich die Tränen in die Augen getrieben. Gott sei Dank irren sich Plattenfirmen ja des öfteren, und somit ist es nicht weiter verwunderlich, daß Steve Augeri zwar anders als Danny Vaughn klingt, seine Stimme aber wie die Faust aufs Auge zu den neuen und alten TYKETTO-Songs paßt. Er ist weder besser noch schlechter als Danny, und die Songs auf "Shine" sind nicht mehr ganz so auf Party getrimmt wie noch bei den beiden Vorgänger-Alben.

 

Rein kommerziell gesehen, gehören TYKETTO nicht zu den Bands, die Plattenfirmen gerne als Vorzeigeobjekt auf "wichtigen" Messen oder sonstigen...

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