RH #105Interview

MANOS

Hoppel, Pitti & Onkel Uhu

»Götz will wissen, was die Leute an der Band so sehr begeistert, daß sie in Scharen in die Konzerte strömen«, leitet mir Meister Albrecht das chefredaktionelle Fragezeichen rüber. Das frage ich tags darauf Mike Andrae, den Gitarristen von MANOS aus Sachsen-Anhalt. Wissen möchte ich auch, was es mit einem jungen Herrn auf sich hat, der auf dem Klo sitzt und ein Buch liest...

 

Das Bild der entsorgungstechnischen Sitzung dieses literaturhungrigen jungen Mannes ziert das Innencover von "Terrible Reality", der neuen MANOS-Scheibe. Ein Foto übrigens, das es in sich hat: Offenbart es doch die Vorlieben des Herrn für bunte Tapeten, für Bücherregale direkt hinter dem Klosett und für blaugefärbtes Sanitärzubehör, das sich mit dem grauen Design eines Staubsaugers vorteilhaft ergänzt. Steckt dahinter bereits die Antwort auf Götzens Frage?

»Nee, nee«, prustet der Gitarrist und Mitbegründer der 1984 unter dem Namen "Löwenherz" ins Leben gerufenen Band los. »Der Mann, der die Sitzung abhält, ist unser Bassist Eule. Er wohnt so, eben mit dem Bücherregal im Bad. Das Buch, das er liest, ist übrigens sein Lieblingskochbuch. Eule ist Kochbuch-Fan.«

Aha.

»Das Bild hat keine tiefere Bedeutung. Höchstens eine: Wir gehören nicht zu den Bands, die einen auf Satan und evil machen wollen. Wir sind ziemlich gutgelaunte Zeitgenossen. Und das möchten wir auch durch die Musik widerspiegeln.«

MANOS sind vor allem in den neuen Ländern sehr beliebt. Manchmal zieht die Truppe genauso viele Leute in ihre...

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