RH #104Interview

KRABATHOR

Die Wut auf Lügner und ihre Lügen

Dem Fallbeil der Kritiker knapp entronnen sind die tschechischen Todesknüppler KRABATHOR. Fast durchgehend den Daumen nach unten zeigten nämlich die Herren Soundchecker für "Lies" (stimmt nicht! - Red.), den dritten Longplayer des Trios. Seltsam eigentlich, bieten die Drei doch eine explosive Mischung aus dynamischem Highspeed-Feuer und griffigen Thrash-Riffs. Die eingefleischten Fans werden es danken.

Doch eine größere Anhängerschaft in Deutschland und Westeuropa muß sich die Band erst noch erspielen. KRABATHOR befinden sich in der einzigartigen Situation, daß sie in Tschechien als Nummer eins der Szene gefeiert werden und in Deutschland noch immer im tiefsten Underground dümpeln.

"Richtig", pflichtet Basser Bruno bei. "In größeren tschechischen Städten spielen wir als Headliner vor 500 Leuten. Und in Deutschland kennen uns viele Death Metal-Fans gar nicht. Gut, in den letzten Monaten konnten wir unseren Bekanntheitsgrad merklich erhöhen, was auch an der guten Promoarbeit des Labels liegt. Prinzipiell habe ich jedoch den Eindruck gewonnen, daß es gerade Bands aus dem einstigen Ostblock besonders schwer haben, internationale Anerkennung zu erhalten. Den vielzitierten Exotenbonus gibt es nicht. Es geht uns nicht darum, mit KRABATHOR die fette Kohle zu machen. Jeder von uns jobbt nebenbei. Das ist normal für uns, das haben wir schon immer gemacht. Mich stört es nicht."

Dennoch haben der Wegfall von Mauern, Grenzzäunen und Dogmen und der Aufbau junger Demokratien für Bands im...

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