RH #104Interview

OBSCENITY

Ehrlich lärmt am lautesten

Die Oldenburger Todesschergen OBSCENITY sind Opfer des Business geworden. Dabei fing alles so verheißungsvoll an. Kurz nach der Veröffentlichung des ersten Demos "Age Of Brutality" flatterte den Jungs ein Plattenvertrag ins Haus.

Doch nach dem Release des Debüts "Suffocated Truth" durfte die Band erstmal alle Hoffnungen begraben, da West Virginia Records, die damalige Plattenfirma der Nordlichter, den Bach runterging.

"Auf einmal standen wir auf der Straße", berichtet Sänger Oli. "Ich kann nicht mal sagen, was da richtig abging. Fakt ist, daß wir für die Platte nicht eine müde Mark bekommen haben. Das Business ist echt ätzend und knallhart geworden. Da mußt du als Newcomer-Band schon ganz schön Aufmerksamkeit erregen, möglichst mit goldenen Briefumschlägen und einer Demo-CD, damit du von den A&R-Managern überhaupt noch wahrgenommen wirst."

Sein Ärger ist verständlich, da die Zusammenarbeit mit der neuen Firma auch nicht so richtig klappt.

"Wenn dein Label keine Werbung in den Magazinen schaltet und sich nicht um Konzerte kümmert, dann hast du schon verloren."

Stilistische Kompromisse würden die Oldenburger aber nicht eingehen, was man auf ihrer letzten Scheibe "Perversion Mankind" auch hören kann.

"Das wäre für uns keine ehrliche Mucke mehr. Unsere Musik muß aus dem Herzen kommen. Man kann doch nicht seine Identität aufs Spiel setzen, nur weil man einen Plattenvertrag haben will. Bevor wir das machen, lassen wir´s lieber bleiben."

Mit dieser ehrlichen Einstellung...

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