RH #103Interview

THORN

Dornen in der Seele

Unverständlicherweise sind THORN mit ihrem überragenden Debüt "Bitter Potion" nicht mal ansatzweise so eingeschlagen wie Fear Factory mit ihrem neuen Werk, obwohl sie damit - auf ihre eigene Art - ein nicht weniger revolutionäres Album geschaffen haben.

Wie Frank schon in seiner 8-Punkte-Plattenkritik treffend bemerkte, hinken sämtliche Vergleiche mit anderen Bands. Das Trio hat sich nämlich aus der Schnittmenge von Type O Negative, Nine Inch Nails und Stabbing Westward seine eigene Schublade gebastelt und in diese noch etliche Drogen hineingeschmissen. Herausgekommen ist dabei ein enorm intensiver Psychedelic-Industrial-Rock-Sound, der stellenweise (wie im balladesk-bombastischen ´Desire´) noch mit klassisch-orchestralen Elementen angereichert wird. Ein dermaßen vielschichtiger Stil setzt natürlich voraus, daß die Musiker keine Berührungsängste mit "fremden" Genres haben. Die nötige Offenheit besitzt Roy Mayorga ganz zweifellos, denn neben den heutzutage wohl unvermeidlichen Black Sabbath führt er auch Bands wie Kraftwerk und Ultravox sowie Klassik und World-Music als Einflüsse ins Feld. Unter World-Music versteht er vor allem mittel-östliche Folklore, die in THORN nicht nur musikalisch, sondern auch optisch zum Ausdruck kommt, wie das ungewöhnliche Cover-Artwork zeigt.

"Unser Logo ist in tibetanischen Buchstaben geschrieben, und die abgebildete Frau mit den drei Augen steht symbolisch für eine indische Göttin", läßt sich der mundfaule Schlagzeuger und Programmierer...

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