RH #103Interview

DEAD STOOL PIGEON

Village People im Sozialismus

Stool Pigeon ist die Langform von Stooly. So nennen angelsächsische Proletarier einen Spitzel, und ein Dead Stool Pigeon befindet sich dementsprechend bereits im Sarg.

 

Hinter diesem etwas seltsam klingenden Namen stecken zwei ehemalige Mitglieder von Manliftingbanner, jener Band, die durch offensiv kommunistische Lyrics im Verbund mit sauberem Überschall-HC schnell zum LoveHate-Objekt der Szene wurde.

Konzeptionell und textlich hat sich auf der ersten DEAD STOOL PIGEON-CD "This World" nicht viel geändert. Doch tritt man musikalisch gegenüber dem Manliftingbanner-Gebolze deutlich auf die Bremse. Glücklicherweise jedoch ohne die nötige Energie über Bord gehen zu lassen. Die meisten Mäkeleien gegen die holländische Band drehen sich eh nicht um Musik sondern die kompromißlose Propaganda kommunistischer Ideale. Nach wie vor prasselt auf die Jungs die übliche Phrasendrescherei herab und wird immer wieder mit den negativen Auswüchsen in (pseudo)kommunistischen Staaten wie der ehemaligen Sowjetunion oder China argumentiert.

»Das ist die größte Bürde, die revolutionäre Kommunisten oder Sozialisten zu tragen haben«, erzählt Sänger Michiel. »Ich stimme völlig damit überein, daß die Leute Kommunismus in dieser Form ablehnen, also z.B. die Diktatur einer einzelnen Partei. Der Stalinismus hat den Idealen des Kommunismus sehr geschadet.«

Das klassische Kommunismus-Bild hat sich jedoch durch das Ableben des alten Feindbildes Sowjetunion deutlich geändert, wie Michiel, der als Lehrer...

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