RH #103Interview

SULLEN

The Road to Ruin

Völlig von der Rolle scheinen SULLEN zu sein. Zunächst mußten Gitarrist Don Calhoun und Drummer Greg Priest ihren Hut nehmen, so daß nach dem Debüt “Sapients“ kein einziges Gründungsmitglied mehr im Line-up vertreten ist.

Don wird laut Sänger John nicht ersetzt, so daß Dave Dinardo jetzt der alleinige Herrscher über die sechs Saiten ist. Gregs Nachfolger Chris Taylor dagegen ist inzwischen schon wieder rausgeflogen, ihm folgte Walter Earl.

Die Tournee mit Thumb und 44 XS brachen SULLEN ab, weil die Vorbands dem Sänger wohl nicht bekannt genug waren. Er zieht es vor, »richtig große Bands wie die Red Hot Chili Peppers oder die Beastie Boys« zu supporten, anstatt sich in Clubs den Arsch abzuspielen. Außerdem verpulverten die Crossover-Heinis ihren Toursupport, indem sie sich jeden Abend in teuren Nobelherbergen einmieteten, obwohl sie über einen komfortablen Nightliner verfügten. Nach dem Gig in Essen brachen SULLEN ihre Tour dann wegen angeblicher Krankheit ab.

Über den wahren Grund können wir nur spekulieren. Vielleicht wollte John das SULLEN-Label Marlboro Music ärgern, das bei der Münchener Show mit über 400 im Vorverkauf abgesetzten Tickets den ersten großen Erfolg seiner Aufbauarbeit hätte feiern können. Marlboro Music weigerten sich, “Sapients“ in der aktuellen Besetzung noch einmal komplett neu aufzunehmen. Darauf besteht der Frontmann allerdings, um den verstärkten HipHop-Anteil auch auf dem alten Material zu dokumentieren.

 
 

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