RH #102Interview

KIND TOT

Vater kommt

Deutsche Rock- und Metalbands haben mittlerweile ein neues Selbstverständnis im Umgang mit ihrer Muttersprache entwickelt. KIND TOT sind nach Fleichschmann, Oomph!, Selig, Nationalgalerie und den Schweissern das vorläufig aktuellste Beispiel.

 

Musikalisch haben die Wuppertaler mit den genannten Gruppen nur bedingt etwas gemeinsam, weil sie sich nicht auf ein Genre limitieren. Geschickt manövrieren sie zwischen Hardcore-Energie, Thrash-Parts, Rock-Riffs und Tanz-Grooves. Die Klischee-Klippen umschippern KIND TOT dabei so sicher, daß es unmöglich ist, sie einer bestimmten Schublade zuzuordnen.

 

Dies scheint weniger daran zu liegen, daß die Einflüsse der vier Junioren (Alter zwischen 20 und 23) so vielfältig erscheinen. Eher ist wohl das Gegenteil der Fall, denn mit den Kapellen, zu denen bei einzelnen Passagen Parallelen auszumachen sind, können weder Sänger und Texter Unkas Gemmeker (mag King Crimson und Frank Zappa) noch Schlagzeuger Björn Krüger (steht auf Gitarren-Pop der Marke Big Country, Del Amitri oder Crowded House) etwas anfangen.

 

Tanner (Gesang bei ´Pack doch aus´) sagen ihnen nur vom Namen her etwas, und Testament, an deren kommerzielle Phase ´Es wäre besser´ erinnert, kennen sie auch bloß vom Hören und Sagen.

 

Auch beim Stichwort Tötenkinder zucken die beiden mit den Schultern. Diese Fake-Band, in der u.a. Prollette Martina Weith ³mitspielte³, trieb vor rund drei Jahren ihr Unwesen. Sie hatte zwar keinen einzigen Song im Repertoire, entwarf aber ein...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.

 
 

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen