RH #102Interview

CHAVEZ

So dämlich wie möglich

CHAVEZ passen gar nicht so recht ins Programm ihrer Plattenfirma Matador, denn die lieblich anmutenden Melodien, für die das Indie-Kult-Label bekannt ist, vermischen die New Yorker auf ihrem Debüt "Gone Glimmering" mit HC-Metal-Noise der Sorte Helmet.

»Nenn uns die Venom von Matador«, scherzt Gitarrist Clay Tarver. »Wir versuchen, gegensätzliche Komponenten zu kombinieren, ohne dabei auf die Standard-Formel von Sonic Youth, Dinosaur Jr. & Co. zurückzugreifen. Ich will damit nichts gegen diese Bands sagen, im Gegenteil. Parallelen sehe ich zu Shellac, die ich sehr respektiere, obwohl ich mit Steve Albini nicht sonderlich gut klarkommen.«

Das hat seine Vorgeschichte. Clay spielte nämlich früher bei den leider viel zu früh verblichenen Bullet Lavolta (»Wir mussten uns zwangsläufig auflösen, da unser Sänger Vater wurde und sich seiner Familie widmen wollte.«), die der Produzenten-Guru offensichtlich nicht sonderlich geschätzt hat. Er zählte sie in einem Interview neben Guns N'Roses und Depeche Mode zu jenen drei Bands, mit denen er unter keinen Umständen zusammenarbeiten würde.

»Als ich das gelesen habe, war ich am Boden zerstört - so wie nach einer Sechs in der Schule.«

CHAVEZ mag Mr. Albini dagegen, wie er bei einem gemeinsamen Gig wissen ließ. Das tröstet. 
So gar nicht richtig zum intellektuellen Anstrich der Band will der erst nach den Aufnahmen hinzugestoßene Bassist Scott Marshall passen. Er kam aus L.A., spielte bei seiner Vorstellung eine Motörhead-Nummer und weigerte...

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