RH #101Interview

SELIG

Taxi in die Charts

SELIG aus Hamburg haben letztes Jahr einen Bilderbuchstart à la Michael Schumacher hingelegt. Gedoped wurden sie dabei kräftig von einem Kölner Teenie-TV-Sender. Bei den 200 Auftritten mußten sie allerdings noch selber ihre Qualitäten beweisen. In Zeiten, wo das Tanzbein wichtiger zu sein scheint als handwerkliche Musik-Kunst, grenzt der Erfolg von SELIG fast an ein Wunder.

Leichte Kost bieten sie auf ihrer neuen Produktion “Hier“ keinesfalls. Psychedelische Elemente treffen auf Blues, Celli-Parts und viel End-Sechziger-Rock.

"Unsere Basis ist die Musik von Hendrix und der damalige Zeitgeist, das Lebensgefühl über Instrumente auszudrücken; deswegen sind wir aber noch lange keine Hardcore-Hippies. Ich denke, daß damals die Leute auf jeden Fall weiter waren als in den Achtzigern", erzählt Textdichter Jan.

Sein Bandkollege Leo kann dem nur zustimmen. "Ich bin eher mit Deep Purple oder Rainbow groß geworden als mit Duran Duran. Die Achtziger waren ziemlich langweilig und gestylt. Die Neunziger haben den Techno gebracht und vielleicht noch Bands wie Smashing Pumpkins oder Tea Party, die wir sehr schätzen."

Der kommerzielle Durchbruch hat für SELIG weniger mit dem Drumherum an Promotion zu tun als damit, "daß es menschlich zwischen uns so gut funktioniert hat. Wir sind keine Fighter-Band, die aus Gegensätzen ihre Kreativität schöpft. Jeder von uns hat seine Macke, und das ist gut."

So entstanden die neuen Stücke im Brüsseler ICP-Studio, wo die Kerls von der Waterkant sich...

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