RH #101Interview

SADATO

Visuelle Infotracks

Japanische Musik erfreut sich bei Fans der extremen Industrial- und Metalsounds großer Beliebtheit. Einer der Hauptprotagonisten der zweiten Generation heißt SADATO, ein gebürtiger Iraner mit deutschem Abitur und fünfzehnjähriger Nippon-Erfahrung.

Der Saxophonist und Sänger erinnert mit seiner Platte “No More Reggae“ an die guten alten Zeni Geva oder John Zorn.

»Ich bin unter anderem mit Zeni Geva und den Boredoms aufgetreten. John Zorn möchte mit seiner radikalen Musik ein Star sein. Sein Projekt Naked City ist aber eine Kopie von Napalm Death. Ähnliches gilt für Steve Albini, der sich an jeden verkauft. Diese Leute kennen meine Meinung, und deswegen mögen sie mich auch nicht. Sagt man zu mir: ´Deine Songs klingen wie Johnny Rottens P.I.L.´, fühle ich mich geehrt. Aber meine Platten sind keine Plagiate.«

Zu seinen Konzerten kommen in seiner Wahl-Heimat zwischen 50 und 500 Leuten, und auch Sonic YouthsThursten Moore lädt den Extremling zu Showcases ein. In New York spielt er im CBGB´s, und in die Bundesrepublik kommt er jetzt mit seiner CD-Plus, d.h. PC- und Apple-Freaks können auf dem visuellen Infotrack ihr Japanisch trainieren.

»Vielleicht ist es besser, wenn die Leute die Sprache nicht verstehen, weil es sich um den Werbeprospekt einer Kaufhauskette handelt, in dem kurze Videos und Animationen von uns versteckt sind. Das Konzept für den ROM-Teil entstand nach dem Film “Pulp Fiction“. Du kannst dich einklinken, wo du willst, und jeder kann seine eigene Geschichte...

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