RH #100Interview

THE RAMONES

Pogo für Marsmännchen

Über 2000mal erklang das „Hey ho, let's go“ von Joey Ramone auf internationalen Bühnen. Mit drei Akkorden im gepäck reisten die RAMONES mehrmals um den Erdball. Nach über 20 Jahren hat sich der Enthusiasmus etwas abgenutzt. Kein Wunder, wenn man von ein paar grünen Punk-Kids mit ein oder zwei Alben links überholt wird. Werden die New Yorker da blaß vor Neid oder rot vor Wut? Rock Hard fragte Trommler Markey und Bassist C.J.



Als sich Mitte der Siebziger Jahre die RAMONES gründeten, erblickten einige der heutigen Punk-Babies gerade mal das Licht der Welt und hatten von der Menschheit, gegen die der Vierer aus New York rebellierte, keine Ahnung. Jetzt verdienen diese Kids mehr Geld als die Erfinder des Punk, und das stört Joey, Johnny, Marky und C.J. doch etwas. Von Auflöung ist die Rede.

»Wir müssen sehen, wie sich die Verkäufe zu diesem Album entwickeln. Laufen sie schlecht, dann wird es unsere letzte Platte sein. Schließlich haben wir den Punk quasi erfunden. Ohne uns gäbe es viele der heute angesagten Bands nicht. Was wären die denn ohne The Clash, Sex Pistols und die Ramones? Jetzt ist der beste Zeitpunkt, neben den alten auch neue Fans für unsere Musik zu gewinnen«, sagt der sets sonnenbebrillte Schlagzeuger, ohne eine Miene zu verziehen.

»Es müßte schon ein gewaltiger Ruck durch die Szene geben. Bisher spüre ich noch keine großartige neue Euphorie«, sinniert er weiter. Ans Aufhören dachte Marky allerdings bereits vor sieben Jahren.

»Als Dee Dee, unser Bassist, die Band...

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