RH #100Interview

KYUSS

Doping zum Frühstück

In seinem Neun-Punkte-Review der neuen KYUSS-Scheibe “....And The Circus Leaves Town“ mutmaßte Zompf, daß sich die Wüstenmetaller bei den Aufnahmen wohl über das normale Maß hinaus die eine oder andere zusätzliche Pilzpfanne eingefahren hätten. Obwohl diese blumige Umschreibung für eine deftige Klammerbemerkung der Redaktion sorget, trifft sie das KYUSS-Feeling ziemlich genau...

 


...denn die vier Raudaubrüder aus Palm Springs liefern auch auf ihrem aktuellen Silberling wieder staubtrockenen, von Haschischdämpfen nur so umwaberten Rock'n Dope ab, wie ihn selbst in den Siebzigern kaum eine Band besser geraucht und gespielt hat. Mit reichlich Vorurteilen beladen machte sich Michael Rensen auf, die Haschrocker genauer unter die Lupe zu nehmen – und sah nicht alle seine Erwartungen bestätigt.

Zugegeben meine Vorstellungen von dem Quartett aus der Wüste südlich von L.A. waren recht stereotyp: Mir schwebten vier vom Dope-Qualmen reichlich weichgeklopfte Typen vor, die zwar höllisch schwere Mucke machen, in Interviews aber eher durch Aussageverweigerung als durch Redeschwälle glänzen. Und als ich dann im Schlepptau eines WEA-Mitarbeiters durch die geheiligten Hallen der Plattenfirma dackelte und mir der Kerl mit einem entschuldigendem Grinsen erzählt, er habe den beiden anwesenden KYUSS-Recken Josh Homme (g) und John Garcia (v) schon in aller Herrgottsfrühe Marihuana besorgen müssen, mache ich mir bereits ernsthafte Sorgen, ob die angesetzte halbe Stunde ausreichen wird, um genügend...

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