History2008

Die besten Fans der Welt!

Über 7.000 Fans, drei Tage lang bestes Wetter, keine Bandabsagen in letzter Minute, keine negativen Vorkommnisse, keine Schlägereien, keine ernsthaft Verletzten - aber jede Menge Spaß, tolle Shows und eine unbeschreibliche Atmosphäre: Kein Zweifel, das Rock Hard Festival 2008 war das bisher schönste und erfolgreichste in der Geschichte eures kleinen Familienblättchens. Dafür sagen wir DANKE! Euch und allen mitwirkenden Musikern, Freunden und Helfern, die Großartiges geleistet haben!

 

Freitag

Trotz der Tatsache, dass die meisten Festivalbesucher bei THE CLAYMORE erst ankommen, ist das Amphitheater schon zur Hälfte gefüllt, und der Strom nach Musik lechzender Metaller auf das Konzertgelände ebbt nicht ab. Der Sound ist super, der Himmel strahlend blau, es weht eine leichte Brise: Die einzigartige, idyllische Kulisse mit frischem Frühlingsgrün und dem ruhig fließenden Rhein-Herne-Kanal kontrastiert herrlich den Power Metal der fünf Jungs aus Castrop-Rauxel bei Dortmund - die Band hat quasi Heimspiel. Vor der Bühne wird ab der ersten Nummer gebangt, die Fäuste werden zu ´The Ancient Enemy´, ´Arborlon´, ´Soulseeker´ und ´Angels Assassination´ geballt zur Bühne gestreckt. Passend zum schönen Wetter quasi der Einstieg mit guter Laune und Happy Metal! Sänger Andreas hat seine treuen Fans sichtlich fest im Griff und heizt mit gewitzten Sprüchen an - obwohl der ständige Ausruf "Seid ihr mit mir?" bei Gegnern der Amerikanisierung der deutschen Sprache wohl Zähneknirschen hervorgerufen haben dürfte... (mf)

STORMWARRIOR führen den True-Metal-Themenblock des ersten Festivaltages fort, setzen aber ganz lokalpatriotisch andere Schwerpunkte als ihre Kollegen aus NRW: Die Hanseaten laden zum Gedenkgottesdienst für die abgetakelten bzw. runderneuerten frühen Heavy-Metal-Botschafter ihrer Heimatstadt. Dem fehlt allerdings das mitreißende Moment einer Gospelveranstaltung. Ihre Kommunikation mit dem bierdurstigen Publikum erreicht nie Lautstärke und Begeisterung des Hamburger Fischmarkts, der Bewegungsradius aller Musiker bleibt minimal. Die Kurven vom Stimmungsbarometer und Hitzethermometer steigen nicht parallel an. Dabei sind das oft speedige, von markanten Harmoniegitarren bestimmte Songmaterial und dessen technische Umsetzung vorbildlich. Egal, ob die eigene Frühgeschichte (´Heavy Metal Fire´) oder das aktuelle "Heading Northe"-Opus mit ´Metal Legacy´ und dem Titelstück die Vorlagen liefert: Wichtig und richtig bleibt, dass sich die Band (wieder) ohne Kai Hansen behaupten kann. (btj)

LAKE OF TEARS haben sich hierzulande schon eine ganze Weile lang rar gemacht. Dass sie aber trotzdem noch eine nicht unbeträchtliche Fangemeinde haben, zeigten schon die Reaktionen in unserem Festivalforum, nachdem wir die Verpflichtung der Truppe bekannt gegeben hatten. Und so verwundert es nicht, dass sich pünktlich zum Auftritt der Schweden eine ordentliche Menge Mensch vor der Bühne versammelt und die Band wie verlorene Söhne empfängt. Die lässt sich nicht lange bitten und steigt mit ´Return Of Ravens´ und ´Cosmic Weed´ ein. Jau, es tut wirklich verdammt gut, diese Songs mal wieder live hören zu können! Und siehe da: Frontmann Daniel wirkt inzwischen deutlich souveräner und kommunikativer als in früheren Tagen, und auch Neuzugang Fredrik Jordanius an der Gitarre darf dank seiner aktiven Bühnenpräsenz als Verstärkung bezeichnet werden. 
Okay, hier und da gibt´s einige wenige Hakler. Drummer Johan scheint sich mit seinem Clicktrack nicht hundertprozentig wohlzufühlen, und Basser Mikael hat anderthalb Songs lang technische Probleme mit seinem Instrument. Nichtsdestotrotz klingen Tracks wie ´The Greyman´, ´So Fell Autumn Rain´ oder der alte Hit ´Sweetwater´ auch anno 2008 noch frisch und werden von den Fans mit lauten "Lake Of Tears!"-Rufen honoriert. Eine runde Sache! (fa)

Y&T sind zwar die älteste Band des Festivals, rocken aber mit dem Feuer von Jungspunden. Mit unbändiger Spielfreude und erstklassigem Sound zelebriert das Quartett Klassiker wie ´Hurricane´, ´Meanstreak´, ´Midnight In Tokyo´, ´Rescue Me´ und ´Black Tiger´, wobei diese allesamt einen Tick härter als sonst klingen. Bei ´Dirty Girl´ und ´Pretty Prison´ lässt Dave Meniketti großartige Soli von der Leine, bei denen seine Blues-Wurzeln durchschimmern, und bei ´Squeeze´ übernimmt Bassist Phil Kennemore wie gewohnt den Hauptgesang. Entgegen meinen Befürchtungen kommen Y&T auch in diesem vergleichsweise heftigen Festivalkontext prima an und werden zwischen den Songs mit lauten Sprechchören gefeiert. Mein persönlicher Tagessieger! (ms)

DIE APOKALYPTISCHEN REITER sorgen mit einem 75-Minuten-Set für apokalyptische Party-Stimmung in der Abendsonne. Gitarrist Pitrone ist zwar nicht mehr im Boot, doch an seiner Stelle zupft zum zweiten Mal die blonde Lady Cat-Man die Klampfen-Saiten und wirbelt mit dem Thüringer Quintett über die Bühne. Frontmann Fuchs ist bestens gelaunt, balanciert bei ´Riders On The Storm´ frech über Dr. Pests Keyboard, animiert das Publikum zu La-Ola-Wellen und holt sich für ´Erhelle meine Seele´ eine weibliche Verstärkung auf die Bühne, die verdutzt als Gast-Gitarristin einspringen darf. Highlight des Gigs ist aber das berühmt-berüchtigte Schlauchboot-Rennen bei ´Reitermania´, bei dem sich zwei Fans inklusive aufgepustetem Unterbau über die Köpfe des Publikums in die oberen Reihen des Amphitheaters tragen lassen. Keine leichte Aufgabe für die Zuschauer auf den steilen Stufen, und so wundert es nicht, dass ein Boot erst beim anschließenden ´Die Sonne scheint´, das Fuchs im Bauchtänzerinnen-Stil mit wackelnden Hüften aufführt, zurückkehrt. (cs)

Ernsthaft, ´The Boys Are Back In Town´ ist ein super Song. Das bedeutet aber nicht, dass man ihn in voller Länge als Intro verwenden sollte. TESTAMENT tun´s trotzdem und bescheren dem Publikum damit die letzten melodischen Momente des Abends. Der Grund: Lead-Gitarrist Alex Skolnick hat´s nicht nach Gelsenkirchen geschafft. Für den Sound der Band hat das deutliche Konsequenzen: Eric Peterson übernimmt zwar die Gitarrenleads, bietet für die Lücken, in denen normalerweise das extrem melodische und virtuose Spiel Skolnicks Akzente gegenüber dem brachialen Riffing der Rhythmusgitarre setzt, aber vor allem unharmonisches Geschwurbel der Marke "Slayer light" an. Das macht die Songs um ein Vielfaches brutaler und ist, wenn auch sicher nicht optimal, immerhin eine seltene Chance, Testament von ihrer extremsten Seite zu erleben. 
Konsequenterweise ist die Setlist vom Opener ´Over The Wall´ bis hin zur aus ´D.N.R´, ´3 Days In Darkness´ und dem obligatorischen ´Disciples Of The Watch´ bestehenden Zugabe vor allem auf harten, schnellen Stoff ausgelegt. Dem Publikum scheint das nicht ungelegen zu kommen: Die Stimmung ist bestens, der Moshpit wirbelt in gleichbleibend hoher Geschwindigkeit und bekommt neben vielen Klassikern und einem neuen Song (´Henchmen Ride´) gelegentlich gar rare Juwelen wie ´Raging Waters´ und ´Reign Of Terror´ geboten. Spielerisch ist die Band auch in dieser reduzierten Besetzung über jeden Zweifel erhaben. Vor allem Drummer Paul Bostaph und Bassist Greg Christian liefern eine überragende Performance und haben erheblichen Anteil daran, dass Momente wie das Finale von ´The Preacher´ und die mörderischen Grooves von ´Low´ und ´Practice What You Preach´ zu den großen Highlights des Wochenendes gehören. (tb)

 

Samstag

Den zweiten Festivaltag bei gefühlten 35 Grad als Opener zu eröffnen, ist normalerweise keine Freude, doch für THE SORROW, die wackeren Burschen aus der Alpenrepublik Österreich, und das anwesende Publikum ist es ein echter Glücksfall. Erfreulich viele vor allem jüngere Headbanger finden sich zur frühen Stunde ein, und so legen The Sorrow hochmotiviert einen klasse Gig hin. Die leider einzige Metalcore-Band des Billings weiß mit sauberem Spiel, gesunder Härte und feinen Songs von ihrem Debütalbum zu überzeugen. Schnell fliegen die Haare der anwesenden Fans im Rhythmus, und es kommt zu ersten Circle-Pits. Die Band wirkt erstaunlich spielsicher, sprüht nur so vor Energie und Spielfreude, und diese Faktoren lassen den berühmten Funken auf die Anwesenden überspringen. Schade, dass viele Ignoranten der Band von vornherein den Rücken kehren und somit einen überaus sympathischen und mitreißenden Gig verpassen. Selber schuld, Leute! (ft)

Mit einer Spielzeit von 40 Minuten sind gerade bei einer Truppe wie MOONSORROW keine großen Sprünge drin, schließlich finden sich im Repertoire der finnischen Pagan-Metaller so einige Stücke, die für sich alleine diese Zeitspanne füllen könnten. Dazu gesellen sich gleißender Sonnenschein und Temperaturen jenseits der 25 Grad - scheinbar keine guten Voraussetzungen für die intensive, packende, düstere und epische Atmosphäre, für die Moonsorrow sonst bekannt sind. Die Jungs aus Helsinki machen zum Glück das Beste daraus: Sänger und Bassist Henri Sorvali passt sich mit seinem nackten Oberkörper der unbarmherzigen Hitze perfekt an (während sich der Kollege an der Klampfe in seinem schwarzen Longsleeve ordentlich einen abschwitzen dürfte), es gibt eine schöne Mischung aus älteren und neueren Nummern, im Publikum bangen so einige sonnenverbrannte Köpfe fleißig mit, und bei einem Song wie ´Kylän Pääsä´ wird nicht nur ein ordentlicher Pit losgetreten, sondern es fliegen auch die ersten Crowdsurfer über die Menge. (kp) 
HELSTAR legen sich gleich mächtig ins Zeug: "The king is dead! The king is deeeeaaaad!" Wer mit einem solchen Kracher startet, hat beim fachkundigen Gelsenkirchener Publikum schon gewonnen. Und so haben James Rivera und seine Mannen leichtes Spiel und sorgen u.a. mit ´Suicidal Nightmare´, ´Harker´s Tale´ und dem abschließenden ´Baptized In Blood´ zu früher Stunde bereits für mächtig Stimmung in der Arena. Und ein Kracher wie ´Tormentor´, eines der beiden neuen Stücke im Set, macht klar, dass die Texaner noch lange nicht zum alten Eisen zählen. (bc)

Ähnlich wie bei Moonsorrow kann die Mucke von ENSLAVED nachmittags bei noch prallem Sonnenschein eigentlich nicht funktionieren. Aber heute funktioniert sie trotzdem. Die Norweger begeistern mit einem mordsmäßig tighten Zusammenspiel, einem brillant ausgeloteten Sound und natürlich mit ihrem völlig eigenständigen Mix aus Black Metal, Progressive-Sounds und Wikinger-Epik im Großleinwandformat. Der Fünfer um den herrlich posenden Gitarristen Ice Dale schießt einen mit Übersongs wie ´Fusion Of Sense And Earth´ oder ´As Fire Swept Clean The Earth´ geradewegs in den Orbit. Für kurze Zeit vergesse ich tatsächlich, wo ich eigentlich bin, und blicke nachdenklich und gedankenverloren ins weite Rund des Amphitheaters (sehr poetisch... - Red.). Erst das mitreißende ´Isa´ und ein torkelnder Besoffener, der mir in den Rücken fällt, holen mich wieder zurück auf den Boden der Tatsachen. Fantastische Musik, fantastische Band! (ps)

Den ganzen Tag über wanderte Sänger Kenny Winter von Nervosität geplagt über den Platz. Schließlich ist es seine erste Show in Deutschland (und die zweite in Europa). Als EXCITER dann aber endlich auf der Bühne stehen, ist davon nichts mehr zu merken, und nach dem anfänglichen Doppelschlag in Form von ´I Am The Beast´ und dem Titelstück der neuen Scheibe "Thrash Speed Burn" vermisst sicher keiner mehr ernsthaft Jacques Belanger. Aber nicht nur Kenny zeigt sich in Hochform. Die ganze Band wirkt wie von der Tarantel gestochen, überzeugt mit aggressivem Stageacting und lässt mit ´Violence & Force´, ´Heavy Metal Maniac´ oder ´Long Live The Loud´ einen Klassiker nach dem anderen von der Leine. Das Publikum dankt es mit Sprechchören, und der Kater des Vortages dürfte nun endgültig vertrieben sein. (bc)

Es gibt Bands, die für Festivals eigentlich nicht geeignet sind - und schon gar nicht, wenn die Sonne unbarmherzig brezelt, die Temperaturen siedend sind und man Bock auf Party hat. AMORPHIS sind so eine Combo, dachte ich immer - und ich habe mich ganz gewaltig getäuscht! Mit ´I Of Crimson Blood´ vom aktuellen Meilenstein "Silent Waters" gelingt den Finnen ein Einstieg nach Maß, und bereits von Beginn an wird klar, dass der Sechser trotz Epik, Pathos und Melancholie vor allem eines ausstrahlt: Coolness und Lässigkeit! Atmosphäre und stimmungsvolles Miteinander trotz gleißender Helligkeit, das ist nicht selbstverständlich. Dreadlock-Sänger Tomi Joutsen, die kleinwüchsige Mischung aus Entertainer, Rock´n´Roller und Blumenkind, avanciert zum Blickfang der Nordlichter, die Gitarrenfraktion liefert sich luftig-lockere Duelle, es wird gelacht und gescherzt, und der Auftritt gerät zu einer ungezwungenen, sympathischen Party. Hätten die englischen Kollegen von Paradise Lost dieses Konzert gesehen, wären sie entmutigt umgehend wieder abgereist, so riesig ist der Klassenunterschied zwischen beiden Bands.
Weitere Highlights dieses durchweg starken Konzerts: ´House Of Sleep´ vom "Eclipse"-Album, ´My Kantele´ ("Elegy") sowie als letzte Zugabe der grandiose und beste Amorphis-Song aller Zeiten, ´Black Winter Day´. (wrm)

EXODUS legen mit ´Bonded By Blood´ los wie die Feuerwehr und haben das Amphitheater sofort auf ihrer Seite. Die unglaubliche Energie, die die alternden Bay-Area-Recken ausstrahlen, ist ansteckend, was selbstverständlich zu hoher Betriebsamkeit im Pit vor der Bühne führt. Ein Besucher hinter mir bringt es noch treffender auf den Punkt: "Testament sollten mal bei Exodus in die Lehre gehen!" Recht hat er, der junge Mann! Was alleine "Riffmaster General" Gary Holt und Frontbüffel Rob Dukes an Bühnenkilometern abreißen, geht auf keine Rinderhaut. Der Star des Abends sitzt heute Abend aber hinter den Kesseln: Tom Hunting knüppelt mit irrsinniger Präzision und Power alles und jeden ungespitzt in den Betonboden. Wahnsinn, der Typ! Die Setlist beschränkt sich vornehmlich auf das legendäre "Bonded By Blood"-Debüt und den aktuellen "The Atrocity Exhibition"-Longplayer. Schädelspalter wie ´A Lesson In Violence´ oder der Uralt-Demosong ´Impaler´ kommen genauso gut an wie Mitgröl-Attacken der Kategorie ´And Then There Were None´. Und mit ´Children Of A Worthless God´ bringt das Quintett ein Paradebeispiel für ausgetüfteltes Songwriting und hohe Musikalität. 
Ein Manko hat der Set dann allerdings doch noch: Die Gitarren sind viel zu leise abgemischt, je nach Standort hört man phasenweise lediglich das Drumgewitter und das Wummern des Basses. Eigentlich ein Unding bei einer Band wie Exodus und ein Armutszeugnis für den Mischer. Die unbändige Spielfreude und die mehr als gelungene Songauswahl holen die Kohlen aber immer wieder aus dem Feuer, so dass ein Großteil der Festivalbesucher den Exodus-Auftritt ganz sicher in der Schublade der Highlights des Wochenendes einsortiert. (ps)

Götz hat ja bereits ordentlich vorgegriffen, was die Geschichtsträchtigkeit dieses Auftritts angeht. Recht hat er! IMMORTAL eröffnen ihre Show glamourös wie Kiss, mit Pyroshow (die einem fast das Gehör raubt), gelenkigen Posen, Corpsepaint und dem typischen Pipapo. Nach der leicht verhunzten Reunion-Show letztes Jahr in Wacken wurde wohl wieder mehr geübt, so dass sich kaum technische Fehler und Timing-Probleme bemerkbar machen. Das Amphitheater platzt aus allen Nähten, und die drei Norweger legen mit ihrer grandiosen Setlist alles in Schutt und Asche. ´Sons Of Northern Darkness´, ´Wrath From Above´, das den Spirit des Rock´n´Roll in sich trägt und des Schlagzeugers Anstrengung regelrecht spürbar machen lässt, und vor allem ´Solarfall´ kommen bombig an. Selbstredend nimmt Abbath auch heute wieder die Fackel in die Hand und verbreitet mit seiner Feuerspuckerei hitzige Stimmung mit ästhetischem Anblick.
Neben ´At The Heart Of Winter´, ´One By One´ und ´Damned In Black´ markiert aber insbesondere ´Tyrants´ den besonderen Höhepunkt. In der Liedmitte erwartet man einen gewissen Applaus vom Publikum und lässt sich im Rampenlicht feiern. Besonders lustige Zwischensequenz: Ein paar Witzbolde haben Plüschpandas dabei und fuchteln so weit wie möglich provokant vor Abbaths Nase damit herum. Dieser lässt sich seinerseits nicht lumpen und kommentiert: "Ah, the pandas of northern darkness!" Er hat die Lacher damit wieder auf seiner Seite. Kurz darauf verlangt er nach einem "German battle cry", also einem deutschen Schlachtruf. Der fällt nach dem Alkoholgenuss des Tages zwar eher lasch aus, lässt jedoch vermuten, worauf die Sache hinausläuft: ´Battles In The North´. Toll, toll! Das wird nur vom allerletzten Song ´Blashyrkh (Mighty Ravendark)´ getoppt, der ja auch quasi Kultstatus besitzt.
Immortal sind wieder da, es geht wieder bergauf! (mf)

 

Sonntag

Wenn man zum Frühstück mit den Worten "Du siehst aus wie das Leiden Christi!" (O-Ton Frau Frenschkowski) empfangen wird, dann sind einem die Spuren des nächtlichen Alkoholexzesses wohl noch deutlich anzusehen. Kaum auf dem Gelände angekommen, erklimmen ENEMY OF THE SUN bereits die Bühne und prügeln ´Emptiness´ bei glasklarem Sound ins sonnige Rund. Die Performance der Band ist derart mitreißend, dass man einfach nicht stillstehen kann, und - oh Wunder! - auch der Kater verfliegt. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass die Band ihr vielschichtiges Soundgebräu live derart perfekt umsetzen kann; vor allem Sänger Jules Naveri und Drummer Daniel Zeman brillieren mit Höchstleistungen. Die Darbietung von Grip-Inc.-Songs hat die Band eigentlich nicht nötig, es kommt allerdings trotzdem ziemlich geil, das Groovemonster ´Ostracized´ und die Doublebass-Abrissbirne ´Hostage To Heaven´ live erleben zu dürfen. Als die Band ihren kurzweiligen Set mit ´Lost In Time´ beendet, sind sich alle Anwesenden sicher, gerade eines der Highlights des Tages erlebt zu haben. (rb)

Wer den 2007er Auftritt von Spock´s Beard mitbekommen hat, der musste annehmen, dass ruhigere und progressivere Töne auch in diesem Jahr weniger angesagt sind und von einem großen Teil der Besucher ignoriert werden. Umso überraschender und erfreulicher, dass SIEGES EVEN diese Befürchtungen eindrucksvoll widerlegen. Die Münchener sind wohl selber etwas nervös, als sie die Bühne betreten, aber in kürzester Zeit beweisen sie, dass sich Qualität eben doch durchsetzt. Das anwesende Publikum weiß diesen morgendlichen Gourmethappen zu schätzen. Wieder mal deutlich wird im Laufe des Sets, dass die Holzwarth-Brüder bei all ihren Nebenbaustellen maßlos unterfordert sind und ihre wahre Klasse eben nur mit ihrer Stammband freisetzen können. Mit absoluter Spielfreude und Humor (der vielen Prog-Metal-Acts fehlt) bietet das Quartett einen bewegenden und überzeugenden Auftritt, bei dem man Melancholie, Melodie, Härte und technisches Können auf einem Niveau verbindet, wie es kaum eine andere Band schafft. (wk)

Im Gegensatz zur Bootsshow auf der Mosel vor zwei Wochen fehlen im ASPHYX-Set u.a. ´The Krusher´ und ´Last One On Earth´. Dennoch überrascht die holländische Death-Metal-Legende nach einem Sperrfeuer von der ´M.S. Bismarck´, der Ungezieferbekämpfung ´Vermin´ und einer ´ Food For The Ignorant´-Spendenaktion: Ein Celtic-Frost-Standard würde im Repertoire kaum auffallen - aber ´Os Abysmi Vel Daath´ vom "Monotheist"-Comeback unterscheidet sich signifikant vom ruppigen ´Wasteland Of Terror´ und den ausladenden eigenen Klassikern ´The Sickening Dwell´ oder ´Asphyx (Forgotten War)´. Martin Van Drunens Widmung an die verhinderten Freitags-Headliner trifft wie alle seine komplett deutschen Ansagen die Ruhrpott-Mentalität- und der Pott brodelt! Die Bühnenausmaße erlauben ein ständiges Umherschweifen und Rücken-an-Rücken-Posing mit Wannes Gubbels und Paul Baayens, bis es den Schreihals im atmosphärischen Instrumental-Finale von ´The Rack´ zum direkten Fankontakt in den Fotograben treibt. Endgeil! (btj)

Am Nachmittag ist es Zeit für eine der besten Stimmen des Hardrock-Genres. JORN und Band rocken das Amphitheater dann ordentlich - auch wenn keine überschäumende Begeisterung aufkommen will. Zum einen ist die Songauswahl nicht gerade ein Killer; zum anderen besitzt der sympathische Nordländer auch wesentlich mehr Charisma in der Stimme als in Sachen Bühnenpräsenz. Der kreative Höhepunkt war nun mal die Masterplan-Phase. Dem eigenen Material fehlt es zumindest live an packenden Hooklines und Wiedererkennungswert. Trotz der Kritikpunkte: Mit seiner guten Band im Rücken überzeugt die beste Hardrock-Stimme seit David Coverdale im Endeffekt doch noch das Publikum und erntet höflichen bis ordentlichen Applaus - auch wenn nicht nur meine Wenigkeit bis zuletzt vergeblich auf ein Schnipselchen aus der Masterplan-Phase wartet. (ft)

Der noch von der abgefeierten Berlin-Show am Vorabend begeisterte NAPALM DEATH-Fronter Barney macht sich während des Intros mit ein paar Turnübungen fit, bevor die Briten das brutalste Inferno des gesamten Festivals in die schweißtreibende Hitze ballern. Die Setlist fasst Historie und Gegenwart perfekt zusammen. Gottheiten wie ´Unchallenged Hate´ (zu dem ein paar Scherzkekse irgendwas von wegen "moderne Scheiße" in ihre Bärte nörgeln), ´Scum´ und ´Siege Of Power´ gehören zu den wichtigsten Grind-Eruptionen aller Zeiten, und mit ´It´s A Man´s World´ wird eine so gut wie nie gespielte Rarität ausgebuddelt. Gitarrero Mitch sorgt für die Backing-Kreischs, Bassist und Scheitelgott Shane ist der gewohnte Ruhepol, Trommler Danny blastet mit einer immer wieder beeindruckenden Leichtfüßigkeit durch die Überschall-Hits, und ein offensichtlich mit einem mächtigen Sonnenstich gesegneter Frank Mullen von Suffocation springt ab und zu auf die Bühne, um ins Mikro zu brüllen oder einfach nur debil zu gackern. Klasse Auftritt! (jj)

VOLBEAT liefern ganz klar einen der geilsten Gigs des Festivals ab. Wenn diese Band so weitermacht, kann sie auf unserem netten Open Air bald auf einer Headliner-Position rocken. Was braucht man mehr als einen knackig rockenden Sound, Fans, die bei jedem Song abgehen, und eine echte Rampensau, die dem Publikum abwechselnd mit Whiskey und Bier zuprostet, einen gelungenen Spontan-Gag nach dem nächsten ablässt und seine Klampfen in "Satanic Guitar" and "Jesus Guitar" unterteilt? Richtig: ein paar neue Songs vom im Herbst erscheinenden Album "Guitar Gangsters & Cadillac Blood"! Und auch die liefert das dänische Quartett mit dem groovigen Rocker ´Hallelujah Goat´ sowie ´Still Counting´ ab. Die Stimmung ist kaum zu toppen. Mal gibt es bei ´Sad Man´s Tongue´ nachdenkliche Töne mit Akustik-Untermalung zu hören, mal surft Sänger Michael Poulsen beim Dusty-Springfield-Cover ´I Only Wanna Be With You´ über die Köpfe der Zuschauer und bedankt sich anschließend mit einem süffisanten "Thanks for grabbing my ass and balls!". Eine der intensivsten Konzertstunden des Festivals geht definitiv auf das Konto von Volbeat! (cs)

Nach den phänomenalen Dänen hätte jede Band einen schweren Stand gehabt, doch PARADISE LOST nehmen den Kampf gar nicht erst auf. Sicherlich: Eine effektive Lightshow hätte den Auftritt der notorisch unbeweglichen Briten aufgewertet, doch die vielfach monierte Helligkeit ist nur einer von vielen Unglücksfaktoren. Der Einstieg mit der letzten Single ´The Enemy´ scheint zunächst geglückt - starke Shows im Anschluss an das definitive Rückkehreralbum "In Requiem" haben das Stück an dieser Position etabliert. Statt danach einige Briketts nachzulegen, verheddern sich die einstigen Pioniere in einer Fallstrickkombination aus unglücklicher Songauswahl und einer betont lustlosen Verabreichung. Die Band mag sich in Interviews darüber beschweren, dass ältere Stücke zu Stimmungsabfällen im Konzert führen - doch beim Rock Hard Festival machen sie mit dieser Einstellung eine Milchmädchenrechnung ohne den Wirt. Dies ist kein HIM-Publikum oder ein Fantreffen der jüngsten Generation. Post-"One Second"-Darbietungen werden - abgesehen von der ganz neuen Perle ´Requiem´ - regungslos aufgenommen, bei den Klassikern ´Gothic´ und selbst ´Say Just Words´ gehen hingegen die Pommesgabeln in die Luft. Von ausgelassenen Tänzen oder lauten Sprechchören sieht die Masse aber ab, und nicht wenige drehen der Band auf den Steinstufen demonstrativ den Rücken zu. Statt den Kompositionen der unterschiedlichen Stilphasen gesanglich zu geben, was sie auszeichnet, persifliert Nick Holmes speziell die potenziellen Stimmungsgranaten ´As I Die´ und das eigentlich aggressive ´Pity The Sadness´. Dass man seiner Vergangenheit trotz veränderter Horizonte achtbar und liebevoll gegenübertreten kann, haben Amorphis vor Tagesfrist erst demonstriert. 
Selbst ein vorbeiziehender Lastkahn honoriert den Auftritt mit monströsem Wasserspeien - welch tiefsinnige Metapher. Schade um die verpasste Chance - an mangelnder Akzeptanz der Band und ihres Lebenswerks sind Paradise Lost in Gelsenkirchen nicht gescheitert. (btj)

Zu den am meisten gestellten Fragen zählte in diesem Jahr "Weißt du, wer alles bei diesem ominösen KARAOKE ALLSTAR JAM mitmacht, Alter?" Nicht wirklich, aber pünktlich um halb neun klärt uns Götz "Mr. Krabs" Kühnemund auf, dass dahinter die "Coverband" Rokken aus Rheinland-Pfalz steckt, die in der nächsten knappen halben Stunde von verschiedenen Gastsängern begleitet wird. Den Anfang macht eine gewisse Tanja, die schon am Tag zuvor beim Karaoke-Wettstreit mit einer fulminanten Version des schwierig zu singenden Dio-Klassikers ´Holy Diver´ Pluspunkte außer Konkurrenz sammeln konnte, bevor der Sieger dieses Spaß-Contests namens Denis das unsterbliche ´Highway To Hell´ Bon-Scott-like ins weite Rund schmettert. Danach ist die Prominenz an der Reihe, genauer gesagt Destruction-Kreischsäge Schmier und Mr. Jorn Lande, die sich an Priests ´Breaking The Law´ versuchen, Jorn-Klampfer Tore Moren, der mit ´Enter Sandman´ Metallica huldigt, und Helstar-Kultröhre James Rivera, der im Duett mit dem neuen Exciter-Frontmann Kenny Winter dem Tipton/Downing/Halford-Kracher ´Painkiller´ zu neuen Ehren verhilft. (buf)

Klar, dass nach dem (unwürdigen) Sängerwechsel der Auftritt von ICED EARTH der im Vorfeld am meisten diskutierte und erwartete des gesamten Festivals ist. Es herrscht Spannung, wie das wiedervereinte Tandem Schaffer/Barlow nach all den Jahren der Trennung harmoniert. Um es vorwegzunehmen: klasse! Zunächst muss man sich an die fehlende Haarpracht des heimgekehrten Frontmanns gewöhnen. Was Bühnenpräsenz, Souveränität, Selbstsicherheit und Stimme betrifft, merkt man ihm die Auszeit aber keineswegs an. Im Gegenteil: Die Truppe präsentiert sich als geschlossene Einheit und bietet einen professionellen Auftritt, bei dem nur die spartanische Bühnendekoration und die unspektakuläre Lightshow dem Headliner-Status nicht ganz entsprechen. In Sachen Publikumsreaktionen räumt das Quintett auf ganzer Linie ab und beweist somit, dass die Headliner-Position und die Personalentscheidung am Mikro gerechtfertigt sind. Was die Setlist betrifft, liegt der Schwerpunkt eindeutig auf den Nummern, die von Jon Schaffers Schwager eingesungen wurden, wenngleich man mit ´I Died For You´ und ´The Hunter´ unverständlicherweise mindestens zwei absolute Klassiker unterschlägt.
Auch wenn es die Freunde von Tim Owens nicht gerne hören werden: Es sieht so aus, als ob Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Band untrennbar mit Matt Barlow verbunden sind. Als man das Amphitheater verlässt, hat man sogar das Gefühl, dass die Karriere der Truppe jetzt noch mal einen Schub bekommen hat, man neben Iron Maiden und Judas Priest zu den wichtigsten Vertretern des klassischen Heavy Metal zählt und deren Erbe wohl eines Tages antreten muss und kann. Welcome back, Iced Earth! (wk)

 

Abseitiges, Anekdoten & Absurditäten

NAPALM DEATH-Brüllhals Barney kündigte auf der Bühne schon mal das nächste Album der Band als "fucking fast" an. Beim genauen Nachfragen gab der Sympath zu, dass das britische Krawall-Schlachtschiff allerdings erst einen neuen Song im Kasten hat, der aber immerhin schon mal "fucking fast" sei und verdammt nach den legendären Heresy klinge. (jj)

AMORPHIS hatten Probleme mit dem Shuttle-Service und setzten sich am Düsseldorfer Flughafen daraufhin kurzerhand zusammen mit etlichen Pfingsturlaubern in einen öffentlichen Bus. (ms)

"Oh Gott, hier hat´s ein Massaker gegeben - überall Blut!" Für die Putzfrau, die kreidebleich und zitternd aus dem Backstage-Männerklo gerannt kam, war der Festival-Samstag gelaufen, für die finnischen Düsterschrecksen MOONSORROW hatte er gerade erst begonnen. Weil es in ihrer Umkleidekabine keinen Spiegel gab, hatten sich die Pagan-Metaller ihre rote Schminke kurzerhand auf dem Scheißhaus in die Visage geklatscht. Fürs Saubermachen reichte es bei Ville Sorvali & Co. dann allerdings nicht mehr. Öffentliches Toilettenputzen ist bekanntlich schlecht fürs Dunkelheiden-Image... (mr)

Das kultigste Shirt des Wochenendes trug kein Ultra-Underground-Metaller, sondern ein vor der Bühne gepflegt mitwippender Soldat. Auf der Rückseite seines Baumwoll-Leibchens prangte eine Landkarte Afghanistans, das Bundeswehrkreuz und der Spruch "Ich war weiter im Osten wie du, Opa". Ohne Humor geht heutzutage offenbar selbst beim Militär nix mehr... (mr)

Der neue EXCITER-Sänger Kenny Winter entpuppte sich als einer der nettesten Kerle auf dem Festivalgelände und wäre von diversen Leuten am liebsten umgehend adoptiert worden. Vor dem Auftritt schwitzte die kleine Wuchtbrumme Blut und Wasser, versiebte auf der Bühne auch mal einen Einsatz, agierte ansonsten aber absolut souverän. Trotzdem trieb Kenny die Möglichkeit, im Rahmen der Allstar-Session zusammen mit seinem Gott James Rivera von Helstar ("Ich kenne jeden ihrer Songs absolut auswendig!") ´Painkiller´ zu covern, gleich wieder den Angstschweiß auf die Stirn. Doch auch dort zog er sich achtbar aus der Affäre. 
Weniger gut kam Kenny allerdings bei Exciter-Boss John Ricci an: "Kenny schnarcht wie ein kanadisches Sägewerk! Ich habe im Hotel kein Auge zubekommen und bin sogar zur Rezeption gegangen, um nach einem Einzelzimmer zu fragen. Die wollten dafür aber glatt 88 Euro, also habe ich halt gar nicht geschlafen."
Zu Jetlag und Schlafentzug gesellte sich bei John auch noch ein nervöser Magen, so dass der Gitarrist abseits der Bühne nicht gerade zu den Energiebündeln des Wochenendes gehörte. (jj)

Apropos Kenny: Als der supersympathische, schwergewichtige Sänger nach einem gelungenen Eric-Adams/Rob-Halford-Schrei auf der Bühne zusammenbrach, war das keine Showeinlage, sondern ein kurzzeitiger Blackout: "Mir blieb die Luft weg. Mir wurde schwarz vor Augen!", erklärte Kenny hinterher lachend - und verputzte anschließend fünf (!) XXL-Schnitzelbrötchen auf einmal, "um wieder zu Kräften zu kommen"... (gk)

Dass SIEGES EVEN ihren umjubelten Set zehn Minuten zu früh beendeten, lag einerseits daran, dass sich die Band beim Berechnen ihres Programms vertan hatte ("Wir haben wohl zu schnell gespielt..."), andererseits aber auch an der Tatsache, dass Bühnenmanager FD, der den Bands die noch verbleibende Spielzeit normalerweise vom Bühnenrand aus signalisiert, just zum falschen Zeitpunkt auf dem Klo saß. "Die Jungs hatten ja noch zehn Minuten, also bin ich schnell zur Toilette gerannt", so FD grinsend. "Als ich zurücklief, war die Band gerade dabei, ihr Equipment von der Bühne zu tragen..." Schade! Wir hätten gerne noch zwei weitere Songs gesehen. (gk)

Abgedrehte Fans: Dass auf dem Gelände jedes Jahr ein Haufen durchgedrehter Fans für Aufmerksamkeit sorgt, ist bekannt. Besonders originell diesmal die Supporter, die bei Exodus auf den Rängen (!) ein extrem waghalsiges Crowdsurfing hinlegten, und die beiden Kerle, die es sich beim Sieges-Even-Auftritt mit ihrem Aufblas-Sofa vor der Bühne bequem gemacht haben. (wk)

Definitiv NICHT zum nächsten Rock Hard Festival kommen werden wohl die beiden Gelsenkirchener Rentnerinnen, die Sonntagmorgen mit schicken Siebziger-Jahre-Badehäubchen durchs Hallenbad des Bandhotels schwammen und sich dabei lautstark über "die ganzen Rockerstars" im Hotel entrüsteten, die in der Nacht angeblich "hysterisch kreischende junge Frauen" angelockt hätten und die mindestens so schlimm wie "diese Tokio Hotels" wären. (cs)

EXODUS wurden ihrem Ruf als Party-Animals mal wieder gerecht und machten nach ihrem Auftritt die Nacht zum Tage. Weil ihr Flug eh am Sonntagmorgen ging, feierten die beiden Gitarristen Gary Holt und Lee Altus erst in der Hotelbar und später auf Zompf Kupfers Hotelzimmer durch, bis sie wieder zum Flughafen gebracht wurden. (ms)

 

Im schönsten Amphitheater der Welt moshten, bangten, schwitzten und sangen: Holger Stratmann, Götz Kühnemund (gk), Manni Glamowski, Thomas Kupfer, Frank Albrecht (fa), Michael Rensen (mr), Boris Kaiser, Jenny Rönnebeck, Andreas Himmelstein, Ronny Bittner (rb), Robert Fust, Dani Lipka, Stefan Büchner, Sascha Nieroba, Buffo Schnädelbach (buf), Marcus Schleutermann (ms), Jan Jaedike (jj), Wolf-Rüdiger Mühlmann (wrm), Katharina Pfeifle (kp), Conny Schiffbauer (cs), Björn Thorsten Jaschinski (btj), Mike Borrink, Bruder Cle (bc), Wolfram Küper (wk), Patrick Schmidt (ps), Lisa Stegner, Volkmar Weber, Tobias Blum (tb), Frank Trojan (ft), Marianne Frenschkowski (mf), Stefan Geide, Svenja Kleinhaus, Marion Schulz, Axel Jusseit, Friso Gentsch, Stefan Malzkorn, Stefan Glas, Benjamin Kurczyk, Astrid Westerhoff, Christian Sakowitz, Sabine Kroner, Axel Rolfs, Tobias Pattge, Jannis Quinting, Karolina Weglarz, Leslie Lukowski, Jürgen Weger, Marcel Lange, Jan Fedder, Christian Biederbrick, Steffen Ademmer, André Rogge (stellvertretend für die Rock-Hard-Street-Teams), Karina Schmidt, Ede Lütke-Bordewick, Holger Neuwirth, Suzi Matznak (stellvertretend für die SET-Security-Crew), Hardy Keidel, Christiane Henschel, Thomas Schuler, Dennis Meyer, Mareike Kornet, Rabea Glingener, Thomas Pip, Jan Ahrens, Janine Gillard, Sebastian Wronker, Anne Czaja, Kai Sorge, Kathrin Fehrholz, Marianne Göldner, Christian Hubert, Stefan Kawalla, Sören Nolte, Jens Peters, Oliver Schneider, Birte Welte, Tim Reimer, Gerald, FD und die Continental-Crew.