Vorwort

Vorwort 22.10.2014

Vorwort

Macht es euch gemütlich!

Der Herbst ist da, die Abende werden länger, und man soll ja nicht ständig nur Fußball glotzen oder an dem Wesen neben sich auf dem Sofa herumnesteln. Daher empfehlen wir: Lest mal wieder ein gutes Buch – oder das neue, extradicke Rock Hard, in dem wir euch auf 148 Seiten gleich mehrere lange, aufwendig recherchierte Storys präsentieren, um euch bestens zu unterhalten und auch ein wenig zur Volksbildung beizutragen. Zum Beispiel mit unserer neunseitigen MACHINE HEAD-Titelstory von Zompf Kupfer und Conny Schiffbauer, in der Robb Flynn nicht nur als Touristenführer seine Heimat, die legendäre San Francisco Bay Area, vorstellt, sondern uns auch ein paar Tipps in Sachen Zellbiologie gibt und erklärt, warum selbst eine 4.500 Dollar teure Snaredrum von Lars Ulrich letztlich zu schlecht für das neue Machine-Head-Album „Bloodstone & Diamonds“ war. Wie Robb klassische Orchestermusiker davon überzeugte, dass es sich mit Schnaps im Blut besser spielt, ist extrem spaßig, Zompfs faszinierende Zusammenstellung der legendärsten Flynn-Interviewzitate aus fast zwei Dekaden hingegen teilweise fast schon beklemmend.

Sonniger präsentiert sich da naturgemäß der gut abgehangene Reisebericht von Jan Jaedike, der mit dem bekennenden Nichtschwimmer Lemmy und 1.300 anderen Headbangern auf einem dekadenten Wellness-Kahn durch die Karibik schippert und sich nicht nur aus allernächster Nähe Gigs von unter anderem MOTÖRHEAD, Anthrax oder Testament reinzieht, sondern auch ein exklusives Interview mit His Royal Highness führt. Lemmy zeigt sich darin mal wieder von seiner kauzig-sympathischen Seite, philosophiert völlig ohne Rücksicht auf Political Correctness über seine skurrile Zweiter-Weltkrieg-Sammelleidenschaft und erläutert mäßig überzeugend, warum er trotz seines angeschlagenen Gesundheitszustands das Rauchen und Saufen immer noch nicht ganz aufgegeben hat.

Neben weiteren exklusiven Musikerinterviews – wir sind das erste Magazin, das in die neue BLIND GUARDIAN-Platte reinhört, treffen AMON AMARTH-Frontwikinger Johan Hegg in Schweden und beamen uns mit Cronos zurück zu den Anfängen von VENOM – blicken wir in diesem Heft auch wieder ausführlich hinter die Kulissen des Musikbusiness: Matthias Mader beschäftigt sich mit dem 30 Jahre jungen deutschen „Death Metal“-Sampler (der gänzlich ohne Death Metal auskommt), und Holger Stratmann reist für eine Reportage über die letzten verbliebenen Hard´n´Heavy-Plattenläden quer durch Deutschland. Sein Bericht zeigt vor allem eines: Wir sollten in diesem bislang so schönen Herbst nicht nur was Gutes lesen, sondern auch mal wieder rausgehen und in „unseren“ Shops ein paar CDs, Blu-rays, DVDs oder Vinylscheiben abgreifen. Die Läden brauchen unseren Support, und kaufenswerte neue Scheiben gibt es zurzeit ja mehr als genug. Wer noch Anregungen braucht, werfe einfach einen Blick auf die Plattenkritiken dieser Ausgabe.

In diesem Sinne,


Autor:
Michael Rensen

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