Crossfire

Crossfire 21.04.2010

JINGO DE LUNCH , MASTODON - MIT BRANN DAILOR, BILL KELLIHER & TROY SANDERS (MASTODON) UND YVONNE DUCKSWORTH & HENNING MENKE (JINGO DE LUNCH)

Mit Brann Dailor (dr.), Bill Kelliher (g.) und Troy Sanders (b./v.) schickten die Prog-Sludger MASTODON gleich drei Viertel ihrer Band ins Rennen, die ebenso wie ihre Kontrahenten, Yvonne Ducksworth (v.) und Basser Henning Menke von der Berliner Indielegende JINGO DE LUNCH, tierisch auf unsere Februar-Soundchecksieger Heathen abfuhren.

SLASH - Crucify The Dead

BRANN: »Ist das ein neuer Ozzy-Osbourne-Song?«

Nein!

TROY: »Dann ist das Slash.«

BILL: »Hat der ´ne neue Scheibe draußen?«

TROY: »Ja. Darauf sind u.a. M. Shadows (Avenged-Sevenfold-Frontmann - buf) und Ozzy als Sänger zu hören.«

BRANN: »Ich mag automatisch alles, wo Ozzy zu hören ist. Selbst wenn er über ´Perry Mason´ singt.«

BILL: »Geile Gitarrenarbeit.«

BRANN: »Klingt gut. Erinnert mich ein bisschen an das Probot-Projekt von Dave Grohl von den Foo Fighters. Ich bin schon sehr gespannt, das komplette Album zu hören.«

YVONNE: »Ich kenne bestimmt gar nix. Das weiß ich aber: My god, it´s the master of darkness: Ozzy. Fetter Bass, das wirst du gerne haben, Henning. Aber das kann nicht Zakk Wylde sein.«

Da spielt ja auch Slash Gitarre!

HENNING: »Klingt schon recht Ozzy-mäßig.«

KISS - Modern Day Delilah

BRANN: »Was von der neuen Kiss? Klingt aber wie alte Kiss. Gefällt mir. Überhaupt bin ich der Meinung, dass Kiss ihren Sound nicht updaten sollten. Allerdings habe ich gehört, dass die Jungs eine Nachfolgeband küren wollen, die unter ihrem Namen weitermacht, wenn sie irgendwann zu alt dafür sind. Ich für meinen Teil brauche keine neuen Kiss. Das neue Album finde ich aber gut. Ich habe erst kürzlich einige der neuen Songs bei einem Kumpel im Auto gehört. Ansonsten geht es mir mit Starchilds Stimme ähnlich wie mit der von Ozzy - ich mag sie einfach.«

TROY: »Beide Daumen hoch! 1996 bin ich mit meinem Kumpel Big Joel zwölf Stunden mit ´nem Van nach Detroit/Michigan gefahren, um Kiss auf ihrer Abschiedstour zu sehen. Das war ein geiler Trip. Zumal wir massig eiskaltes Bier an Bord hatten.«

YVONNE: »Fängt genau wie Wolfsbane an. Zumindest die ersten Noten. Das ist der Mann, der so viele Frauen flachgelegt hat, dass er sich nicht mehr an die genaue Anzahl erinnern kann.«

HENNING: »Ist das Kiss, oder was?«

YVONNE: »Das ist eindeutig Kiss, aber die Gitarre klang anfangs wie die erste Wolfsbane-Platte. Ich bin ein großer Wolfsbane-Fan und fand es schade, als der Blaze zu Iron Maiden gegangen ist. Wolfsbane waren eine super Band, auch wenn sie ein paar Schnulzen gehabt haben.«

HENNING: »Das ist ´Modern Day Delilah´. Die neue Ace Frehley ist auch nicht schlecht.«

HEATHEN - Dying Season

BRANN: »Killer! Das nenne ich geilen Metal. Der Sänger erinnert mich etwas an Bruce Dickinson und die Gitarren an King Diamond zu „Abigail“-Zeiten. «

TROY: »Klingt aber auch ansonsten stark nach Maiden.«

BRANN: »Richtig, nur viel schneller. Wer ist das?«

TROY: »Heathen - sweet! Den Namen muss ich mir unbedingt merken.«

BILL: »Sehr gut gemachte Musik! Jetzt haben wir was Neues zum Hören.«

BRANN: »Ich mag den Gitarrensound und das Hauptriff. Muss ich mir holen.«

YVONNE: »Sauber! Ein schöner Kandidat für den Metal-Mittwoch im Franken.«

Franken?

HENNING: »Eine Kneipe gegenüber vom SO36 in Kreuzberg.«

YVONNE: »Ich weiß nicht, wer das ist, aber ich würde ihn nicht aus dem Bett schmeißen.«

Wen - den Sänger, den Gitarristen oder alle fünf?

YVONNE: »(Lacht) Alle fünf.«

HENNING: »Sind das Griechen? Ach, Heathen sind das.«

YVONNE: »Die kenne ich überhaupt nicht.«

HENNING: »Klingt ziemlich old-school! Da spielt doch Lee Altus mit, oder? Hat die wieder der Andy Sneap produziert?«

YVONNE: »Auf den Fotos sind die nicht so mein Typ, d.h. aus dem Bett schmeißen würde ich sie schon, aber die Mucke ist geil.«

DARK TRANQUILLITY - Shadow In Our Blood

BRANN: »Ich habe keine Ahnung, wer das ist, aber die Band klingt wie eine dieser zahlreichen Death-Metal-Bands aus Schweden.«

TROY: »Ah - Dark Tranquillity. Mit der Combo haben sich unsere Wege schon auf einigen Festivals gekreuzt.«

BRANN: »Aus dieser Ecke mag ich At The Gates am liebsten. Ansonsten höre ich mir solche Musik nicht an. Da sind Heathen mehr meine Baustelle.«

HENNING: »Skandinavier? Vielleicht Unleashed? Ah - Dark Tranquillity. Ich habe gerade dieses „Choosing Death“-Buch über Death Metal und Grindcore gelesen. Da kommen Dark Tranquillity auch kurz vor. Sind alles super Musiker, aber die richtigen Hits sind für mich selten dabei gewesen. Entombed finde ich ganz cool. Die haben ihren eigenen Stil.«

YVONNE: »Irgendwie Black und Metal. Ich bin total fasziniert von diesen blonden, großen, nordischen Typen, die mit ganz viel Leder und Nieten und Blut übergossen im Wald stehen.«

KATATONIA - The Longest Year

BRANN: »Sehr europäisch. Auch wegen der vielen elektronischen Parts. Ich mag die Stimme des Sängers und einige der Effekte. Ah - Katatonia. Der Name ist mir ein Begriff. Vielleicht habe ich die Band sogar schon einmal auf einem Festival gesehen. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich privat solche Musik hören würde.«

TROY: »Der Song ist sehr smooth.«

BRANN: »Stimmt. Dazu lässt sich sicher gut ein Baby machen. Ein europäisches Baby, versteht sich.«

YVONNE: »Dieses Sample im Hintergrund hat etwas Linkin-Park-Mäßiges an sich. Absolut nicht meine Mucke. Da fühle ich mich jetzt schon frustriert. Das Schlagzeug hört sich an wie Stadionmix. Geht auch nicht richtig los. Gut gemacht, aber...«

HENNING: »Muss man die kennen?«

YVONNE: »Ist für mich irgendwo Prog mit diesen ganzen Samples.«

JINGO DE LUNCH - Did You Ever

BRANN: »Ist das ´ne Girlband, oder singt da nur eine Frau?«

TROY: »Erinnert mich ein bisschen an die Descendants.«

BRANN: »Cool.«

BILL: »Klingt nach ´ner Partyband.«

TROY: »Yeah, wenn du so was hörst, willst du sofort mit einer Kiste eiskaltem Bier an den nächsten Strand fahren.«

MASTODON - Oblivion

YVONNE: »Hört sich irgendwie Stoner-mäßig an. Ich sehe schon den Lower Desert vor mir. Oh, jetzt nicht mehr. Hat einen Hauch von Voivod. Finde ich gut.«

HENNING: »Das sind Mastodon. Von der letzten Scheibe, oder? Ich war kürzlich auf dem Konzert in Berlin. Da haben sie einfach nur die neue Scheibe runtergespielt, und auf der sind drei Instrumentals drauf. Die Videoshow sah zwar ziemlich schick aus, aber nach zehn Minuten hat es genervt, weil man immer nur auf die Leinwand geguckt hat. Außerdem sind die Mucker nur rumgestanden, und mit dem Publikum fand null Interaktion statt. Erst bei der Zugabe hat der Sänger was gesagt. Dann sind sie auf einmal auch ein bisschen abgegangen. Vorher standen sie nur voll konzentriert rum. War nicht scheiße, aber ein bisschen langweilig und enttäuschend.«

Bands:
JINGO DE LUNCH
MASTODON
Autor:
Buffo Schnädelbach

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen.