Interview

Interview 19.02.2019, 13:06

MANDRAH - Interview mit der Demo-/Eigenproduktionsband des Monats 03/19

Für den aktuellen „Tipp des Monats“ ist kein Unbekannter verantwortlich. Mit „The Other Side“ haben MANDRAH um den musikalischen Tausendsassa Waldemar Sorychta (u.a. Despair, Enemy Of The Sun, Grip Inc.), Sängerin Conny Schmitt und Drummer Vic Chains ein erstes Lebenszeichen von sich gegeben. Im Interview berichtet uns der sympathische Vollblutmusiker aus dem Pott ausführlich über die Arbeiten an der EP und gibt als alter Hase im Musikbusiness Nachwuchsmusikern wertvolle Tipps mit auf den Weg.

Waldemar, du und euer Drummer Vic Chains leben beide im Ruhrpott, eure Sängerin Conny allerdings in Kopenhagen. Ergeben sich hieraus für euch Schwierigkeiten, als Band zusammenzukommen?

»Wenn ich jetzt auf alles zurückblicke, was ich bisher gemacht habe, ist das die nächste Verbindung, die ich je hatte. Bei Grip Inc. stammte meine Band zum großen Teil aus den USA und England. Selbst bei Enemy Of The Sun kommt mein Sänger aus Helsinki in Finnland. Da ist Kopenhagen in der Luftlinie schon am nächsten. Im zweiten Punkt: Zu dem Zeitpunkt, als wir uns zusammengetan haben, hat Conny noch in Essen gewohnt. Jetzt wohnt sie halt in Kopenhagen, aber das sehe ich überhaupt nicht als störend oder als Behinderung an der Zusammenarbeit. Ich bin’s halt gewohnt, hin und wieder ist eine Distanz auch überhaupt nicht von Nachteil. Nachteilig ist es, wenn man sich beruflich und musikalisch nicht weiterentwickeln möchte. Ob es dabei eine Luftlinie von 20 oder 2000 Kilometern ist, ist dabei nicht entscheidend, sondern der Wille und was man macht.«

Wie läuft bei euch Dreien der Songwriting-Prozess ab?

»Das ist immer gar nicht einfach zu beschreiben, da ich eigentlich von Musik besessen bin (schmunzelt). Das bedeutet, wenn ich mich mal hinsetze, dann höre ich auch nicht auf. Daher entwickele ich oft, selbst in einem kurzen Zeitraum wie zwei, drei Wochen, so viele Ideen und Songs, dass wir uns dann zusammen hinsetzen und erstmal gucken, was für MANDRAH Sinn macht. Als Newcomer-Band ist es erstmal wichtig, dass man irgendwo eine Linie findet und man zusammen etwas entstehen lässt, womit sich jeder identifiziert, wo man sich zuhause fühlt, aber auch etwas ausprobiert, das man vorher nicht getan hat. Es würde für mich keinen Sinn ergeben, eine Band mit weiblichem Gesang zu gründen, die wie Grip klingt. Es würde für Conny auch wenig Sinn ergeben, eine Band zu gründen, die wir ihre Vorgänger-Truppe klingt. Irgendwo muss man so eine Linie finden, an der man etwas Neues erschaffen kann, aber wo man auch selbst zu hundert Prozent zuhause ist. Ich glaube, je mehr man sich verstellt, umso schneller hat man keine Lust mehr darauf. Also muss man schon authentisch bei der Sache bleiben.«

Conny macht mit ihrer kraftvollen und kernigen Stimme einen super Job und drückt den Songs einen ganz eigenen Stempel auf. Wie kamst du auf sie für den Gesangsposten?

» Das ist eine etwas längere Geschichte. Ich komme bei Festivals immer mit vielen Leuten ins Gespräch, weil ich halt aus der Vergangenheit oder grundsätzlich aus dem Business viele Leute kenne. Ich bin eher derjenige, der gerne im Hintergrund bleibt. Ich bin keiner, der herumposaunt, wie großartig alles ist, was ich tue oder wie viel ich tue. Aber hin und wieder kommt es zu Gesprächen, wo ich erwähne, dass es irgendwo schade ist, dass ich immer nur auf meine Produktionen und vielleicht auf Grip Inc. reduziert werde, obwohl ich doch so viele andere Sachen mache. Einmal kam es zum Gespräch zwischen Conny Schiffbauer und mir, da habe ich ihr ein paar Songs zukommen lassen, die normalerweise sonst keiner zu hören bekommt. Sie sagte, die Musik hätte so viel Potential und sie von mir gar nicht unbedingt erwartet hätte, so viele verschiedene Gesichter in der Musik zu zeigen. Sie hat mich dann quasi auch mit Conny Schmitt in Verbindung gebracht und meinte, sie könnte auf bestimmte Art und Weise zu meiner Musik passen, da sie eigentlich aus dem Punk-Rock-Bereich kommt, aber auch eine sehr rockige und kraftvolle Stimme hat, die andererseits auch sehr weich und melodisch klingen kann. Conny Schiffbauer meinte, die Mixtur würde sehr gut zu meiner Musik passen. So trafen wir uns mal und es war eigentlich eine kurze und schmerzlose Sache (lacht). Kurz danach haben wir dann angefangen, zusammen Musik zu machen.«

Laut eurer Facebook-Seite spielt ihr „Music you never heard before“ und nennt als Einflüsse Amy Winehouse, Metallica, Abba, Beethoven und – na klar – Grip Inc.

»Das mit den ganzen Slogans ist so eine Sache. Also, ich bin auch kein Freund davon, denn jeder soll für sich beurteilen können, was das für Musik ist und ob einem die Musik passt oder nicht. Aber wir leben nun mal in so einer Welt, in der du ohne solche Slogans eigentlich nicht mehr weiterkommst. Alles wird verkauft und irgendwo konsumiert, es bleibt einem irgendwie nichts anderes übrig, als sich dem anzupassen. Aber dann kann man hier noch sagen: „Ok, wenn das unbedingt nötig ist, dann soll das wenigstens ehrlich sein!“ Da ich aus der Klassik und aus dem Punkrock komme - das wissen ja die meisten - sind solche Vergleiche wie Beethoven schon in Ordnung, andererseits würde ich jetzt selbst nicht unbedingt darauf kommen. Die Sache ist die: Als wir uns getroffen und beschlossen haben, miteinander Musik zu machen, hat sich uns natürlich die Frage gestellt, in welche Richtung wir gehen wollen. Es gab dann viele Überlegungen, Songs sind bei mir ja grundsätzlich schon immer vorhanden. Es ist halt immer die Sache, wo wir uns zusammen sehen und wo der größte gemeinsame Nenner liegt. Was melodische Sachen betrifft: Da höre ich seit meiner Kindheit unglaublich gerne Abba. Ich schäme mich auch nicht dafür, sondern empfinde, dass das gute Lehrer sind, was Songwriting betrifft. Metallica und die harte Art von Musik sind auch gesetzt, das ist irgendwo mein Zuhause, mein Wohnzimmer. Dann war da noch der Vergleich mit Amy Winehouse. Der kam daher, dass mir Conny am Tag des Kennenlernens ein paar Sachen vorgespielt hat. Ein Song davon war eine Coverversion, die sie mit einem Produzenten als Akustikversion aufgenommen hat und ich kannte das Lied. Ich bin jetzt kein Fan von Amy Winehouse, aber danach fast einer geworden. Zuhause habe ich dann das Cover mit dem Original verglichen und stellte fest, dass Conny nicht nur in den tieferen Bereichen eine sehr ähnliche Stimme hat, sondern sogar fast noch besser klingt. Da ist so eine bestimmte Tonfolge, wo jeder Sänger für sich entscheidet, wo seine Stimme am besten und originellsten klingt. Ich war von Connys Version extrem begeistert, deshalb habe ich dann in den Raum gebracht, dass wir diese Art von Musik vielleicht dazu mischen sollten, weil die Stimme genau da etwas total Einzigartiges hat. Wenn sie das schonmal hat und die Stimme bereits so klingt, wäre es ja Blödsinn, noch irgendwelche anderen Wege zu suchen. Ich habe als Produzent gelernt, dass man die besten Seiten eines Musikers oder einer Band immer nach vorne ziehen und stärken muss, bloß nicht verstecken. Die Stimme passte dann aber auch wieder wunderbar zu so melodischen Sachen, die ganz entfernt den Abba-Touch haben. Der Groove und das Tragende in den Songs hatten allerdings etwas von einer Metallica-Scheibe. So entstand eine Mischung in den Songs, die meiner Meinung nach schon recht einzigartig ist, obwohl ich mich davon distanzieren möchte, solche Begriffe in die Welt zu setzen. Es gibt kaum irgendetwas, was man als vollkommen neu bezeichnen kann. Das Wichtigste ist einfach, dass wir beim Musizieren vollkommen frei sind. Wir beschränken uns nicht, probieren viele Sachen aus und schauen, was uns als Menschen einfach berührt. Wir haben auch schon mehr aufgenommen, aber die EP ist unser erstes Lebenszeichen als Band. Gefällt dir das Material denn?«

Ja, auf jeden Fall. Seitdem ich die EP gehört habe, hängen mir die Refrains vom Titelsong und 'The Wedding' im Kopf fest.

»'The Wedding' ist für mich auch so das Beispiel für unseren Wandel, wo wir uns am Anfang sehen wollten und wo wir dann mit der Zeit auch hingekommen sind. Das hat definitiv etwas vom Schwarzen Album (Metallica-Werk von 1991 – lh) in diesen tragenden Gitarren. Man hat aber auch eindeutig das Gefühl, dass ich mich dabei überhaupt nicht verleugne. Der Refrain hat etwas Poppigeres und klingt im Hinblick auf die Melodie schon fast nach Abba. Man hört dem Ganzen an, dass wir uns dabei wohlfühlen und einen ungeheuren Spaß haben. Was ich vielen, für die ich produziere, immer erzähle: Mit der ganzen Technik im Studio kannst du viel anstellen. Du kannst Frequenzen und alles Mögliche bearbeiten, aber nicht die Seele, die dadrin steckt. Von dem Moment an, wo du dich hinter dem Mikrofon, der Gitarre oder den Drums befindest, entsteht die Musik, nicht erst nachher. Das ist das Wichtigste. Man spürt es einfach, ob jemand Musik aus Leidenschaft macht oder jemand sich ein Ziel vor Augen gesetzt, auf das fest hingearbeitet werden soll. Ohne viel Arbeit kommt man zwar nicht weit, aber Musik ist nicht Arbeit, sondern in erster Linie Leidenschaft. Die Leidenschaft muss erstmal um die Musik herum entstehen, alles andere kommt dann zusammen.«

Sprechen wir doch mal ein bisschen über die EP an sich. Der Titel „The Other Side“ in Verbindung mit Anubis, dem ägyptischen Gott der Unterwelt, auf dem Cover erweckt den Eindruck, dass hier eine Story dahinterstecken könnte. Gibt es hinter den fünf Songs ein Konzept?

»Hinter den Songs auf der EP nicht unbedingt. Also in der Hinsicht, dass das vorher musikalisch oder textlich geplant wurde, definitiv nicht. Die EP ist so entstanden, wie sie jetzt ist, weil wir das erste Lebenszeichen von uns geben wollten. Wir haben einfach ausgewählt, welche fünf Songs ein Aushängeschild von uns sein könnten. Es gibt, wie bereits erwähnt, noch viele andere Lieder, von denen manche vielleicht sogar noch besser oder deutlich besser sind, ich kann das schlecht beurteilen. Jeder Track, den ich mache, ist für mich wie ein neugeborenes Kind, jedes ist immer das Schönste. Für mich sind all unsere Songs in erster Linie gut und ich versuche nicht, das in besser und schlechter zu kategorisieren. Ich würde keine Platte machen, auf der absichtlich Songs sind, die ich als nicht gut genug empfinde. Die können alle unterschiedlich sein und jeder Track hat eine Geschichte, aber die müssen nicht alle im Hinblick aufs Songwriting Vorzeigemustern folgen. Wie gesagt, Musik entsteht im Inneren, ist einzigartig und soll das auch so darstellen. Musik soll aus dem Herzen kommen. Daher sind die fünf Tracks einfach repräsentative Songs, die wir für die EP ausgewählt haben. Das Konzept mit diesen ägyptischen Sachen hat was damit zu tun, dass wir auf dieser EP Elemente aus dem Schwarzen Album von Metallica und dem Abba-Album „Gold“, diese Mischung zwischen Prunk und dieser düsteren Schärfe in der Musik, einfangen wollten. Das passt am Ende auch zu dieser ägyptischen Thematik ganz gut. Dieses Golden-Black, diese Mischung aus Metallica, Abba und anderen Sachen, die alle dazwischen sind, das ist quasi das Konzept dabei. Das „schwarze Gold“ kann sich natürlich auch auf die Kohle aus dem Pott beziehen (er lacht). Nee, Quatsch. Was das Cover betrifft: Da haben wir uns viele Gedanken gemacht, auf welche Art und Weise man genau das darstellen kann. Wir sind jetzt keine Menschen, die sich jeden Tag mit Mystik oder ägyptischer Mythologie befassen. Wir sind solchen Sachen aber auch nicht abgeneigt, sondern an Geschichte und Mythen sehr interessiert. So passte das halt alles zusammen. Aber keiner von uns kommt aus Ägypten (schmunzelt).«

Einige Rhythmen und Gesangslinien im Opener 'The Wedding' und im Rausschmeißer 'Know My Name' klingen meiner Meinung nach auf jeden Fall ziemlich ägyptisch anmutend und haben mir direkt Bilder von Pyramiden und der Sphinx vor Augen geführt.

»Da kann ich dir versichern, dass das beim Songwriting, dem Prozess des Komponierens und der Produktion keine Rolle gespielt hat, auch wenn das hinterher vielleicht gut dazu passt. Aber wenn es ein anderes Sinnbild geworden wäre, würde das vermutlich auch passen. Die Musik ist ja sehr vielfältig, deswegen ermöglicht sie auch schnell den Zugang zu anderen Bildern.«

Du hast es ja vorhin schonmal angedeutet: Wann kommen wir in den Genuss eures ersten kompletten Albums? Gibt es hierfür schon konkretere Pläne?

»Das ist eine berechtigte Frage, die ich leider nicht beantworten kann. Ich würde mich freuen, wenn ich dir das heute sagen könnte, weil wir eigentlich schon soweit sind. Aber man sollte nichts überstürzen oder wie man auch sagt: Ein guter Wein sollte reifen. Ich will hier jetzt nicht die Palette an Sprüchen aufzählen, aber ich habe gelernt, Geduld zu haben und dafür die Sachen zu 100 Prozent zu machen, anstatt es zu überstürzen und die Sachen am Fließband zu erstellen. Die Sachen sind definitiv da und es gibt bereits ein paar Angebote. Aber wie jeder weiß: Dieses Geschäft funktioniert auf der Basis, dass man auch verkaufen muss, um bei Bookern, Plattenfirmen und allen anderen Beteiligten zu punkten. Man kann eine bestimmte Art von Musik machen, man kann gut aussehen oder alles Mögliche machen, aber sobald sich im Business jemand hinsetzt, auf Verkaufsdaten und Bekanntheitsgrad schaut und merkt, dass da kein Interesse besteht, ist man ab sofort für jeden uninteressant. Sobald man aber eine bestimmte Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat und sich die Leute für einen interessieren, ist es am Ende umso leichter, sich das richtige Angebot auszusuchen. Wichtig ist, dass die Person, die auf uns zugeht, versteht was wir machen und auch wirklich daran glaubt. Mir geht es darum, dass sich jemand damit richtig befasst, anstatt uns wie an der Kasse im Real abzufertigen. Also erstmal abwarten, was mit dieser EP passiert. Wir wollen auf jeden Fall in Zukunft so viele Gigs wie möglich zu Stande bringen und uns live präsentieren, weil wir unglaublich viel Spaß miteinander auf der Bühne haben. Da muss ich mich überhaupt nicht verstellen. Ich werde sowieso immer der sein, der ich eben bin, und jeder bei MANDRAH gibt sich auf der Bühne selbst dar. Mag sein, dass manche Bands gut ankommen, bei denen von Anfang bis Ende alles durchgetaktet ist, ich persönlich bin mehr ein Freund des Moments. Klar spielt in manchen Momenten die Routine eine Rolle, aber wichtig ist vor allem die Leidenschaft. Ich denke, das kommt auch beim Publikum an, wenn es merkt, dass die Band auf der Bühne auch wirklich Spaß daran hat. Hoffentlich können wir uns bald sprechen, wenn das Album auf dem Markt ist. Wäre schön, wenn das so schnell wie möglich passiert und wenn wir durch diese EP neue Angebote bekommen oder Einladungen erhalten, denn wir sind heiß, so viel wie möglich zu machen und ich denke, das ist die beste Voraussetzung.«

Jetzt hast du die Antwort zur nächsten Frage zum Teil schon vorausgenommen. Wie stehen die Chancen, euch – ob mit oder ohne Debüt - mal auf der Bühne zu erleben?

»Wie schon zuvor angesprochen, spielen hier ein paar Faktoren mit rein. Heutzutage geht jeder Manager und Booker auch mitten im Gespräch ins Internet und schaut sich Klicks und Likes an. Das spielt heute gefühlt eine deutlich größere Rolle als die Musik und die Person dahinter. Ich glaube, du kannst ein totales Arschloch mit Scheiß-Musik sein und trotzdem mit zwei Millionen Klicks für die Meisten deutlich interessanter sein, als ein netter Typ mit guten musikalischen Ideen und weniger Aufrufen. Es geht in erster Linie immer ums Verkaufen und verkauft werden. Das war schon auch in den Achtzigern und Neunzigern so. Wenn du verkauft hast, warst du der Beste, wenn nicht, wurdest du gefragt, wer du denn schon bist. Ich kann davon Lieder singen, denn ich habe beide Seiten davon extrem erlebt. Manchmal sind innerhalb von zwei Jahren dieselben Journalisten, die mich vorher nicht einmal grüßen wollten, auf mich zugekommen und meinten, sie hätten schon immer an mich geglaubt. Zuerst wurde ich von Einigen nicht mal angesehen und plötzlich war ich dann für die scheinbar der erwartete Messias aus dem Ruhrpott (schmunzelt). Weil ich das selber alles miterlebt habe, weiß ich halt auch, was wirklich für die Leute zählt und was nicht. Es ist letzten Endes wichtig, seine Ideen zu verfolgen und dranzubleiben, bis man die verdiente Chance bekommt. In den Achtzigern bin ich mit Despair auf Festivals rumgerannt, um meine Demos zu verkaufen und mit Leuten ins Gespräch zu kommen. Man hatte direkten Kontakt mit den Leuten und trotzdem versucht, die Demos an den Mann zu bringen. All das muss man sich hart erarbeiten. Der Lohn dafür ist es, auf der Bühne zu stehen, die Musik zu spielen, die du spielen willst und noch derjenige zu sein, der du bist, ohne dich zu verstellen. Es ist aber auf jeden Fall ein langer und harter Weg dahin.«

Zum Abschluss: Wie sieht deiner Vorstellung nach „The Other Side“ aus?

»Also der Titel ist nicht unbedingt auf das Leben nach dem Tod bezogen, denn alles hat irgendwo zwei Seiten. Ob ich aber persönlich an das Leben danach glaube… ich glaube, das lasse ich hier als ein Rätsel stehen. Es würde zu lange dauern, darüber zu diskutieren. Ich glaube aber auf jeden Fall, dass es wichtig ist, nicht an das zu glauben, was kommen könnte, sondern an das, was ist. Man sollte den jetzigen Tag zum Besten machen und alles geben, um das, was man gerne tut, mit voller Überzeugung und Hingabe zu tun. Das ist meine Lebensmotivation. Als Beethoven taub geworden ist, hat er auch immer weitergemacht und nie aufgegeben. Selbst mit dieser Taubheit hat er meiner Meinung nach die besten musikalischen Kompositionen erschaffen, die ein Mensch je gemacht hat. Das ist eigentlich die größte Motivation, immer alles zu geben und sich nie Grenzen zu setzen. Was dann auf der anderen Seite auf uns wartet oder ob da überhaupt irgendwas ist, werden wir sehen. Aber auf jeden Fall ist es so: Je mehr du hier gibst, kann es auf der anderen Seite eigentlich auch nicht schlechter oder besser werden. Mach einfach das Beste aus dem heutigen Tag, auch wenn es vielleicht nicht immer passt! Das ist das Wichtigste und das Prinzip, nach dem ich immer lebe. Das Leben ist ein Geschenk und wir werden sehen ob „The Other Side“ auch ein Geschenk werden könnte.«

www.facebook.com/mandrahofficial


mandrah.bandcamp.com

Bands:
MANDRAH
Autor:
Lukas Höpfner

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