Festivals & Live Reviews

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SONATA ARCTICA , LABYRINTH , 4TH DIMENSION - Mailand, Alcatraz

Ah, Italien. Mailand, Stadt der Mode und der Schönen. Zumindest, solange man sich in direkter Nähe der größeren Touristenattraktionen aufhält. Außerhalb des Stadtkerns ist Mailand hingegen geprägt von Graffiti, Müll, übergroßen bunten Neonreklamen an historischen Häusern und ähnlichen Sonderlichkeiten.

Die Discothek Alcatraz liegt einige Kilometer außerhalb des Stadtzentrums, bietet Platz für bis zu 3.500 Besucher und ist dank des ursprünglichen Vorhabens, ein extralanges Set für eine spätere DVD-Auslese mitzuschneiden, bereits seit Monaten ausverkauft. Weder der Umstand, dass man den geplanten Dreh aufgrund geringerer Kosten in die finnische Heimat verlegt hat noch die Verlegung des Konzerttermins vom vergangenen September auf den heutigen Abend verhindern die Anreise von Fans aus aller Herren Länder. Immerhin steht die Zusage der Band, trotzdem ein verlängertes Set mit einigen Überraschungen zu spielen.

Nach einer kurzen Umbaupause geben LABYRINTH im Anschluss einen Ausblick darauf, was aus italienischen Fans rauszuholen ist: Selten zuvor habe ich es erlebt, dass eine Supportband dermaßen abgefeiert wurde, wie LABYRINTH am heutigen Abend. Das Publikum ist extrem textsicher und begleitet die Band um Frontmann Rob Tyrant in einer Höllenlautstärke durch das etwa halbstündige Set.

Eine weitere Umbaupause später hebt sich der Vorhang für SONATA ARCTICA, die nach dem altbekannten „The Days Of Grays“-Intro 'Everything Fades To Gray' wie gewohnt mit 'Flag In The Ground' eröffnen, während die Menge komplett ausrastet. Fronter Tony Kakko kommentiert die Publikumsreaktion später mit einem „Ihr seid das lauteste Publikum der Welt“ – und recht hat er. In den folgenden zwei Stunden begeben sich SONATA ARCTICA auf eine Reise durch ihren gesamten Backkatalog. Aktuelles Material wie 'The Last Amazing Grays' und 'Juliet' steht Seite an Seite mit älteren Evergreens wie 'Victoria's Secret', 'FullMoon' und 'Paid In Full', immer wieder unterbrochen von Tonys unterhaltsamen Ansagen. Mit 'In Black And White' wird schließlich der erste Teil des Sets beendet – Zeit für eine weitere kurze Pause.

Als die Stage-Beleuchtung wenige Minuten später wieder angeht, lassen zurechtgestellte Barhocker und mit Akustik-Gitarren bewaffnete Bandmitglieder ahnen, was die angekündigte Überraschung für den heutigen Abend ist. Tony setzt mit einem „Wir wissen zwar nicht, was wir hier tun, aber probieren wir's einfach mal“ den Startschuss für ein vier Songs umfassendes Akustik-Set, bei dem Bandmitglieder und Publikum sichtlich Spaß haben. Auf eine Coverversion von Del Shannons 'Runaway' folgen die SONATA-Oldies 'Mary-Lou', 'Shy' und 'Letter To Dana', bevor die Band erneut zu ihren gewohnten Instrumenten wechselt und die glücklichen Fans mit ihrer eigenen Interpretation von 'Hava Nagila' nach Hause schickt. Ein durchweg gelungener Abend in der Stadt der Mode und der Schönen.

Setlist Sonata Arctica:

Everything Fades To Gray (Intro)
Flag In The Ground
The Last Amazing Grays
Juliet
Blank File
As If The World Wasn’t Ending
Paid In Full
Victoria’s Secret
Instrumental Medley
The Misery
FullMoon
In Black And White
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Runaway
Mary-Lou
Shy
Letter To Dana
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Caleb
Don’t Say A Word
Vodka (Hava Nagila)
Everything Fades To Gray (Outro)

Alle Bilder von Jens Peters

Bands:
LABYRINTH
SONATA ARCTICA
4TH DIMENSION
Autor:
Jens Peters

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