Vorwort

Vorwort 21.03.2018

IN DER RUHE LIEGT DIE KRAFT!

„Victim of changes“? Nein. Uns war während der Arbeit an unserer letztmonatigen Ausgabe, dem März-Heft, völlig bewusst, dass die „Konkurrenz“ im Blätterwald gebündelt auf Judas Priest setzt - und dass das „Verschieben“ dieses Themas ins April-Rock-Hard hier und da für Verwunderung sorgen wird.

Wahrscheinlich hat der eine oder andere „Branchenkenner“ (Ihr glaubt gar nicht, wie viele es davon gibt...) sogar die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Aber ganz ehrlich, und das schreibe ich ohne jede Überheblichkeit, denn wir trauen unserer Leserschaft eben mehr zu als oberflächlichen Fast-Food-Konsum: Wir sind selbstbewusst genug, um auch mal ein wenig Tempo aus diesem „rat race“ herauszunehmen, das mittlerweile auch das Musikbusiness ist, wenn wir den Eindruck haben, es wäre der Sache dienlich. Man muss nicht jede neue Ratte, Quatsch: Sau mit durchs Dorf treiben, und man braucht auch nicht jede Platte Wochen vor ihrer Veröffentlichung in Rezensionen, Berichten und Interviews bis aufs allerletzte i-Tüpfelchen respektive Tönchen aufzudröseln. Schneller als das Internet wird man als Print-Magazin sowieso niemals sein, es MUSS also um was anderes gehen...
Nun, einige Zeit später, bin ich mir sicher, dass die Entscheidung die richtige war, das Lesen unserer ausführlichen aktuellen Titelstory liegt erst wenige Stunden zurück, und auch wenn die „Rezeption“ mitsamt des „Bewertens“ der Geschichte nicht meine Aufgabe ist, sondern natürlich Eure, erlaube ich mir zumindest die Feststellung, dass MICH das „Paket“, das Zompf Kupfer und Matthias Mader zusammen mit Titel-Illustrator Jan Meininghaus geschnürt haben, super unterhalten hat: Rob Halford, Glenn Tipton und Richie Faulkner vermitteln - bewusst oder unbewusst - einen sehr guten Eindruck davon, wie die „Maschine“ Judas Priest funktioniert, über Produzent Tom Allom hat man eh so gut wie noch nie irgendetwas erfahren, und Andy Sneap kommt hier zum ersten Mal zu Wort, seitdem er als neuer (Live-)Gitarrist bestätigt wurde. Und dann ist da noch das wunderbar nerdige Raritäten-Special... Ich hoffe, dass Ihr an unserer Geschichte über die britische Legende genauso viel Spaß habt wie ich!
Und sonst so? Neben jeder Menge „aktuellen“ Themen mit Highlights wie Primordial, Axel Rudi Pell, Monster Magnet und Between The Buried And Me begeben wir uns erneut auf „Spurensuche“: Felix Mescoli reist zusammen mit Ken Hensley von Uriah Heep in typischer Manier (remember Black Sabbath?) zurück in die Siebziger, der dritte Teil unserer „Tales From The NWOBHM“-Reihe beschäftigt sich mit den wenigen, deshalb umso wichtigeren, weil extrem einflussreichen Frauen dieser Bewegung (Girlschool! Rock Goddess!), und Andreas Schiffmann hat Kontakt zu Klaudia Scharein-Forsberg, der langjährigen Ehefrau von Black-Mark-Records-Gründer und Quorthon-Vater Börje „Boss“ Forsberg, aufgenommen, um mit ihr nicht nur die frühen Jahre der rührigen, immer etwas undurchschaubaren schwedischen Plattenfirma Revue passieren zu lassen. Als „Bonustrack“ bestätigt Sacred-Reich-Frontmann Phil Rind im „Schwatzkasten“ schließlich seinen Ruf als einer der sympathischsten und entspanntesten Typen der Szene - Buddha (und Bittner) sei Dank.  

Rock hard, ride free!

Pic: Justin Borucki

Autor:
Boris Kaiser

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen.