Titelstory-Blog


Pic: Mumpi Kuenster

Titelstory-Blog 14.02.2020, 11:16

BÖHSE ONKELZ - 40 wilde Jahre

Kinder, wie die Zeit vergeht: 40 Jahre sind die Frankfurter (inklusive einer längeren Unterbrechung) jetzt als Band aktiv und veröffentlichen pünktlich zu ihrem Jubiläum das 18. Studioalbum. Von so einer Karriere haben selbst die Herren Weidner, Röhr, Russell und Schorowsky, denen man ja nachsagt, gerne „groß“ zu denken, vermutlich nicht zu träumen gewagt, als sie die Band in der Main-Metropole ins Leben riefen. Doch schon lange sind die BÖHSEN ONKELZ eine feste Institution in der deutschsprachigen Rockmusik, wie eine Reihe von Nummer-eins-Alben, ausverkaufte Hallen- und Stadionshows jedes Mal aufs Neue beweisen.

Die Band hat inzwischen eine gewisse Routine entwickelt, was das Pulverisieren eigener Bestmarken angeht, die Musiker selbst sind trotz des Erfolges und der kultischen Verehrung ihrer Fans aber bodenständig geblieben und haben sich nicht verbiegen lassen. Nicht auszudenken, was es für ein Aufwand wäre, eine Titelgeschichte mit einer Ami-Band dieses Kalibers zu realisieren. Man müsste sich von einem Manager zum nächsten vorkämpfen (jeder will, nein muss seinen Platz auf der Payroll der Künstler ja irgendwie rechtfertigen…) und könnte sich danach vermutlich immer noch nicht sicher sein, ob die geplanten Interviews über die Bühne gehen.

Bei den Onkelz ist das anders. Vor allem weil sich die Frankfurter seit ihrer Wiedervereinigung selbst managen und die Pressearbeit von Dennis Diehl koordiniert wird, der auch als Web-Redakteur und im Social-Media-Management für die Band tätig ist. Nach einigen E-Mails und Telefonaten kam von Dennis irgendwann die Ansage, ich solle mich wegen der Terminabsprachen doch am besten direkt an die Bandmitglieder wenden. So ließe sich Zeit für alle Beteiligten sparen. Das klang gut, entpuppte sich aber schnell als viel zu optimistische Annahme. Stephan hatte noch alle Hände voll mit dem Albummix zu tun, mailte einige Tage später aber zumindest die Songtexte und lud Rough-Mixe der einzelnen Songs hoch, um einen ersten Eindruck von der Platte zu vermitteln. Auch die Interviews liefen nicht immer ganz glatt. Ein Ausraster von Stephan („Alter, soll ich jetzt hier jeden Song kommentieren, oder was? Ich kriege auch gerade Besuch, wir müssen uns vertagen!“) und eine Terminverschiebung bei Kevin, weil man in der Nachbarstraße unserer Redaktion eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden hatte und umgehend mit der Evakuierung und Entschärfung begann, ließen die Zeit bis zum Redaktionsschluss ziemlich knapp werden. Dass doch noch alles wie geplant geklappt hat, liegt auch an der Kooperationsbereitschaft der Onkelz. Danke für nichts? Von wegen….

Bands:
BÖHSE ONKELZ
Autor:
Thomas Kupfer

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