Titelstory-Blog

Titelstory-Blog 16.10.2019, 11:26

40 Jahre NWOBHM – unsterblich!

Juli 2019. Es ist heiß. Brande-Hörnerkirchen. Tiefste schleswig-holsteinische Provinz. Mobile Daten? Fehlanzeige! Auf dem Metal-Market des Headbanger´s Open Air wechselt ein Exemplar der „New Wave Of British Heavy Metal Encyclopedia” ihren Besitzer. Der Käufer, ein polnischer Journalisten-Kollege, nimmt mich zur Seite und fragt: „Sag mal, dieses Jahr feiert doch die NWOBHM ihr 40-jähriges Jubiläum. Weißt du, ob diesbezüglich irgendetwas geplant ist?” Auf diese Frage hatte ich eigentlich schon eine ganze Weile gewartet. Zu jenem Zeitpunkt ist meine Titelstory bereits längst im Kasten.

Diese kleine Anekdote beweist, wie fanatisch die New Wave Of British Heavy Metal, die nicht wenige für die wichtigste Metal-Bewegung aller Zeiten halten, auch 40 Jahre nach ihrer Entstehung immer noch verfolgt wird. Und das vor allem außerhalb des Vereinigten Königreichs. Auch wenn sich Großbritannien zurzeit gerade politisch und wirtschaftlich von Kontinentaleuropa abspaltet, eines bleibt unbestritten: Der kulturelle Einfluss Englands nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war riesig. Speziell im Bereich der populären Musik (aber nicht nur dort). Deutschland bildete ohne Frage einen der größten Exportmärkte für das schwarze Gold von der Insel. All das und noch vieles mehr wird sich mit dem bevorstehenden Brexit ändern.

Das konnte allerdings vor 40 Jahren noch niemand ahnen, als sich Iron Maiden, Def Leppard, Saxon, Diamond Head sowie die Tygers Of Pan Tang (und mit ihnen geschätzt mehr als 500 Weggefährten) auf den Weg machten, dem Hardrock der siebziger Jahre neues Leben einzuhauchen. Ob Prog, Doom, Speed, Thrash, Occult Rock oder Black Metal – nahezu sämtliche Spielarten der aktuellen Szene finden ihre Entsprechung in der New Wave Of British Heavy Metal. 40 Jahre NWOBHM – wenn das kein Grund zum Feiern ist!

In der Titelstory der aktuellen Ausgabe kommen neben Wortführern der wichtigsten Protagonisten der Bewegung (so etwa Joe Elliott von Def Leppard, Dennis Stratton von Iron Maiden und Brian Tatler von Diamond Head) auch nachfolgende Generationen von Musikern zu Wort, deren Bands es ohne die NWOBHM wohl niemals gegeben hätte (u.a. Tom Gabriel Fischer, Andy Sneap oder Francis Tobolsky von Wucan).

Nach 40 Jahren von einer Renaissance oder einem Revival der NWOBHM zu reden, trifft nicht den Kern der Sache – die wichtigste Metal-Bewegung aller Zeiten ist schon längst in der kulturellen DNA der besten Musikrichtung der Welt aufgegangen. Und damit ist sie wahrhaft unsterblich.

Autor:
Matthias Mader

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