Vorwort

Vorwort 18.03.2020, 10:29

20 Bands für die 20er Jahre - und drei fürs Festival!

Die Goldenen Zwanziger 2.0? Nun, die Zwanziger im letzten Jahrhundert - „Babylon Berlin“-Fans wissen Bescheid - endeten nach ein paar „guten“ Jahren ja in einer gewaltigen globalen Wirtschaftskrise, von der auch die Weimarer Republik nicht verschont blieb - mit politischen Auswirkungen, die letztendlich den Zweiten Weltkrieg zur Folge hatten. Alleine deshalb verbietet sich eine Verklärung jener Zeit, wie man sie komischerweise neuerdings mehr denn je beobachten kann; andererseits bin ich bei aller gebotenen Wachsamkeit auch kein Fan unüberlegter Panikmache, die in überbordender Untergangslust momentan ständig Parallelen zum Hier und Jetzt zieht und damit eben auch die größte Katastrophe des 20. Jahrhunderts instrumentalisiert. Mit anderen Worten sollte man in unser „20 Bands für die 20er Jahre“-Special keinen politisch-gesellschaftlichen „Überbau“ (Marx, anyone?) hineininterpretieren, sondern das Ganze einfach als Statement zur aktuellen Musiklandschaft betrachten, denn: Heavy Metal fuckin´ rules OK! Wobei wir zugegebenermaßen - die grandiosen Dool eingerechnet, die unser Cover schmücken - sogar 21 Tipps zum Entdecken (oder weiteren Abfeiern) ausführlich ins Heft gepackt haben, von der zusätzlichen Liste mit 40 Bonus-Empfehlungen gar nicht zu reden. Und wir hätten ohne jeden Zweifel noch mehr finden können...

Drei der im Titel-Extra vorkommenden Acts - nämlich die überragenden psychedelischen Folk-(Hard-)Progger Villagers Of Ioannina City aus Griechenland, Hertens Vorzeige-Death-Metaller Sulphur Aeon sowie die thrashende Berlin-Kommune Indian Nightmare - haben wir dementsprechend auch neu fürs kommende Rock Hard Festival gebucht. Des Weiteren waren wir uns ebenfalls mit unseren letztmonatigen Soundcheck-Siegern Psychotic Waltz einig, die am Freitagabend eine ganz besondere Headliner-Show auf die Bretter legen wollten. Leider erreichte uns bereits kurz nach Vertragsunterzeichnung die Nachricht, dass Gitarrist Brian McAlpin aufgrund eines sich verschlimmernden Karpaltunnelsyndroms in der Hand zeitnah unters Messer und die Truppe ihren Gig schweren Herzens absagen muss. Das ist superschade, ich hatte mich selbst sehr über die Zusage gefreut, aber die Gesundheit geht natürlich vor, und wir wünschen Brian vor allem eine baldige Genesung. An Ersatz arbeiten wir zur Stunde fieberhaft!

Generell läuft der Vorverkauf für unser Festival tatsächlich - und das ist KEIN billiger Werbespruch! - besser denn je. Wer auf Nummer sicher gehen will, sichert sich seine Karte also am besten vorab. Das ist eh billiger, und Ihr dürft, wenn Ihr direkt bei uns bestellt, darüber hinaus mit „Ticket-Jongleur“ Hacky „Eisenfavst“ Hackländer persönlich in Kontakt treten. Eine irre Erfahrung!

Viel Spaß mit Rock Hard 395!

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PS: Weil unser Redaktions-Tunichtgut Jens Peters auf einer kürzlich stattgefundenen Pressereise nach Finnland (siehe Nightwish-Story) seine „große Liebe“ zum Nationalgetränk Salmiakki entdeckt hat, heißt das im Frühjahr entstehende erste Album seiner Echt-Metall-Combo Neck Cemetery (übrigens auch unser diesjähriger Festival-Opener!) angeblich - haltet Euch fest! - „Lakritze find´ ich richtig spitze“. Nun ja, über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten...

Autor:
Boris Kaiser

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