15.10.2013 12:47

Crowbar-Fronter Kirk Windstein über seinen Ausstieg bei Down

Kirk Windstein - Crowbar

Kirk Windstein konzentriert sich auf Crowbar und seine Familie

Als Kirk Windstein vor Kurzem bei DOWN die Gitarre niederlegte, staunten die Fans der Sludge-Combo nicht schlecht. Der Grund: Der Sechssaiter und Sänger will sich zu 100 Prozent auf seine andere Band CROWBAR konzentrieren. Allerdings war das nur die halbe Wahrheit. Im Podcast "Devil Horns" äußert sich Windstein in aller Ausführlichkeit zu seinem DOWN-Abgang:

"Im letzten Jahr hat sich mein Leben sehr verändert. Da ich mittlerweile verheiratet bin, möchte ich mich vor allem viel mehr auf meine Familie konzentrieren. Bei DOWN werden wir aber alle nicht jünger und müssen zwischen den Shows immer mehrere Tage Pause einschieben, damit sich Philip Anselmos Stimme richtig erholen kann. Das ist natürlich total verständlich, und ich respektiere das. Bei mir ist es nur so, dass ich am liebsten 15 Tage am Stück auf Tour gehe und dann damit ferig bin."

Das allerdings ist bei DOWN nicht machbar, und die unzähligen zwangsfreien Tage zwischen den Konzerten verplempert Windstein mit unnötiger Langeweile und Sauferei, obwohl er sich viel lieber um seine Frau und seine Tochter kümmern würde. Bei CROWBAR dagegen kann der Fronter als Bandkopf die Tourdaten mitbestimmen, und ohnehin hängt sein Herz an der Truppe, die er selbst aus der Taufe gehoben hat. Die Konsequenz lag also nahe:

"Da das 25-jährige CROWBAR-Jubiläum naht und angesichts dessen, wie sich mein Leben verändert hat, schien mir das die einzig logische Entscheidung zu sein. Es war eine einvernehmliche Trennung, kein böses Blut oder so etwas. Es gab absolut kein Drama. Wenn ich das jetzt nicht mache, werde ich es mir niemals verzeihen, weil ich CROWBAR nie eine richtige Chance gegeben habe. Seit 2001 war meine erste Priorität immer DOWN. Und jetzt kann ich endlich CROWBAR meine ungeteilte Aufmerksamkeit zukommen lassen. Natürlich bin ich stolz auf alles, was ich mit DOWN erreicht habe, was wir zusammen erreicht haben, und ich freue mich schon darauf, wieder mit den Jungs rumzuhängen, wenn wir alle etwas mehr Zeit haben, uns zu entspannen."

Jetzt allerdings freut sich der CROWBAR-Frontmann erst einmal auf die zusätzliche Zeit, die er mit seiner Familie verbringen kann. Von den zehn Geburtstagen seiner Tochter hat er bisher schon fünf verpasst, und das soll nun ein Ende haben. Grünes Licht für den DOWN-Ausstieg bekam Windstein übrigens von Phil Anselmo höchstpersönlich: "Philip sagte zu mir: 'Kirk, ich liebe dich. Ich will einfach nur, dass du glücklich bist.' Und das habe ich mir zu Herzen genommen."

Den vollständigen Podcast könnt ihr euch hier anhören. Ein Tipp für Ungeduldige: Das Interview mit Kirk Windstein beginnt ab Minute 27:52.