ReviewDynamit

Band
TIAMAT 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #54 
Titel
The Astral Sleep 
Erscheinungsjahr
1991 
Note
9.0 

Donnerwetter, das ist 'ne echte Überraschung. Klar, viel schlechter als auf ihrer Debüt-Scheibe "Sumerian Cry" konnten TIAMAT wirklich nicht werden, aber eine Langrille dieses Kalibers habe ich von ihnen nun beileibe nicht erwartet. Zwei Dinge vorweg: TIAMAT spielen keinen Death Metal, und sie sind auch nicht mit irgendeiner anderen Band vergleichbar. Das ist etwas, was man heutzutage nicht mehr hoch genug bewerten kann. Vielmehr richten sich TIAMAT ähnlich wie Paradise Lost ihr eigenes Eckchen ein, denn sie können durch ihre neuartigen Sounds unheimlich viele verschiedene Fanschichten erreichen. Die Eigenheiten dieser Platte fangen zum Beispiel schon bei dem eigenartigen gotischen Gitarrensound von TIAMAT an, den bis dato kaum eine Band verwendet hat. Dazu kommen der aggressive, doch melancholische Gesang von Bandleader Johan und die eigenartige Rhythmik der Songs, die mich hier schlicht verzweifeln lassen. Wie zum Kuckuck soll ich diese Musik beschreiben? Vielleicht eine Mischung aus Venom, King Diamond und Paradise Lost? Hm, trifft den Nagel zwar auch nicht hundertprozentig auf den Kopf, kommt der Sache aber ziemlich nahe. Vom Tempo her bewegen sich die Tracks auf konventionellem Tempo, d.h., sie klingen weder nach Doom noch nach Death Metal, auch wenn bei Songs wie 'I Am The King' oder 'Lady Temptress' schonmal die Post abgeht. Den eigentlichen Reiz machen aber die vielen abgedrehten und morbiden Keyboardeinlagen aus - daher auch der Vergleich zu King Diamond. Aber eigentlich ist alles, was ich hier schreibe, für die Katz', denn "The Astral Sleep" müßt ihr euch einfach selbst anhören. Danach liegt es an euch, zu entscheiden, ob sich neue Ideen durchsetzen können oder ob wirklich nur noch ein und derselbe Musikstil, der schon hundertfach zelebriert wurde, Erfolgsaussichten hat. (9)


Frank Albrecht 9.0

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