ReviewAlbum

Band
RUNNING WILD 
Kategorie
Album 
Heft
RH #102 
Titel
Masquerade 
Erscheinungsjahr
1995 
Note
9.0 

'Ne neue Scheibe von RUNNING WILD zu besprechen ist in etwa so interessant wie ein Rendezvouz mit 'ner Dauerflamme: Alles ganz nett, aber nicht mehr sonderlich aufregend. Okay, beim Candlelight-Diner muß einem nicht unbedingt immer 'ne neue Dame gegenübersitzen (paß auf, daß Du nicht noch zum Mönch mutierst - Red.), und auch mucketechnisch darf's mal was Bewährtes sein. Diesbezüglich sind RUNNING WILD immer noch eine sehr gute Wahl, wenn auch ?Masquerade? nicht so ein Hammer wie der Vorgänger ?Black Hand Inn? geworden ist. Rolf und seine Mannen - immer noch dieselben! - haben insgesamt einen kräftigen Zacken zugelegt, wie zum Beispiel der Titeltrack und 'Black Soul' belegen. Auch die satt treibenden Feger 'Lions Of The Sea' oder 'Wheels Of Doom' bringen die Boxen tüchtig zum Glühen, liefern mithin RW-Stoff, wie er typischer kaum sein könnte. Die 'Men In Black' beispielsweise sind denn aber doch ein wenig zu unscheinbar unterwegs. Auf einen Nenner gebracht: Das Tempo wurde erhöht, das Album ist kompakt, weist aber vergleichsweise wenig Überraschungsmomente auf. Das ist nix Schlimmes (s.o.), sorgt aber für kleine Abzüge in der B-Note. Die knappen neun Punkte sind im Vergleich zur Genre-Konkurrenz dennoch verdient, denn eines muß man Rolf nach wie vor attestieren: Er hat bislang stets (von der mißglückten ?Under Jolly Roger? einmal abgesehen) solide, kerngesunde Arbeit abgeliefert - wie auch jetzt mit ?Masquerade?.


Jan Michael Dix 9.0

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