ReviewAlbum

Band
SLAYER 
Kategorie
Album 
Heft
RH #28 
Titel
South Of Heaven 
Erscheinungsjahr
1988 
Note
8.5 

"Reign In Blood" war ein (vielleicht sogar DER) Meilenstein der Thrashgeschichte. Kein Wunder, daß der Fan natürlich mit Spannung und gewissen Ansprüchen an den Nachfolger herangehen würde. "South Of Heaven" kann von daher von vornherein nur verlieren und so ist es im Endeffekt auch. Lobenswert ist erstmal, daß man das Tempo um einige Takte drosselt, alles andere wäre nur eine reine Selbstkopie geworden. Bemerkenswert auch, daß Tom Araya nun singt, und dies gar nicht mal schlecht, doch ehrlich gesagt: Früher klang er besser. Bis auf 'Silent Scream' und 'Clease The Soul' versucht man es mit etwas mehr Melodie, trotzdem sind - dank der erstklassigen Produktion - die Gitarren wieder erbarmungslos wie Kreissägen, und die Doublebass bohrt sich in Eure Boxen wie ein Dampfhammer. Im Endeffekt werden SLAYER wohl mit "South Of Heaven" nicht viele Fans gewinnen können, bleibt nur zu hoffen, daß wenigstens die alten, trotz des kleinen Stilwechsels, die Stange halten. Wenn man den Namen SLAYER ins Spiel bringt, dann denkt man natürlich auch sofort an die kontroversen Texte, hier sorgen SLAYER seit jeher für Gesprächsstoff. Natürlich wird die Band wieder behaupten, die Lyrics sagen ja etwas ganz anderes aus, aber die Gewaltschiene wird von Hanneman & Co. wie eh und je in den Vordergrund geschoben. 'Behind The Crooked Cross' wirkt zwar wie eine kleine Rechtfertigung für 'Angel Of Death', aber ein fader Beigeschmack bleibt leider doch. (8,5)


Frank Trojan 8.5

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