ReviewAlbum

Band
STABBING WESTWARD 
Kategorie
Album 
Heft
RH #82 
Titel
Ungod 
Note
8.0 

STABBING WESTWARD existieren bereits seit 1985, dennoch markiert "Ungod" den Album-Einstand dieser amerikanischen Combo. Die langjährige Erfahrung ist "Ungod" deutlich anzuhören, da die Band kompetent und clever zur Sache geht. Obwohl im Prinzip dem Industrial-Genre zuzurechnen, sind die Songs jederzeit auch als solche erkennbar (hä? - Red.). Keine wütenden Klanggemälde, sondern atmosphärische, vor allem bei den Refrains wavig angehauchte Kompositionen, die laut Info "eher an den in die neunziger Jahre hinübergeretteten Glanz früher Killing Joke" denn an die wahnwitzigen Soundcollagen neuzeitlicher Größen wie Ministry erinnern, bestimmen das musikalische Gesamtbild. Kann man so stehen lassen. Nicht daß Tracks wie 'Lost', 'Nothing', 'Ungod' oder 'Violent Mood Swings' gute Laune versprühen würden, Depressionen verursachen sie allerdings auch keine. Damit sitzen STABBING WESTWARD zwar etwas zwischen den Stühlen, kommen aber wesentlich greifbarer und zugänglicher daher als Bands wie Skrew oder Skin Chamber. Gefällt mir verdammt gut, da sich nach mehreren Durchläufen gar der eine oder andere Ohrwurm ('Throw') ausmachen läßt. Eine musikalische Nähe zu Acts wie Therapy läßt sich ebenfalls nicht leugnen, was "Ungod" erneut Pluspunkte einbringt. Summa summarum ergibt das acht verdiente Zähler für ein hörenswertes Werk, das im langsam wieder einsetzenden Veröffentlichungstrubel hoffentlich nicht sang und klanglos untergehen wird.


Wolfgang Schäfer 8.0

AMAZONEMPFEHLUNG

 
 

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen