ReviewDynamit

Band
SECRETS OF THE MOON 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #300 
Titel
Seven Bells 
Erscheinungsjahr
2012 
Note
9.0 

Prophecy/Soulfood (59:57)
Auf ihrem fünften Album machen die Osnabrücker gar nicht so viel anders als auf dem ziemlich starken, drei Jahre zurückliegenden Vorgänger „Privilegivm“. Aber sie machen erstaunlicherweise vieles tatsächlich noch mal eine ganze Ecke besser. Sie sind angekommen, haben ihren Signature-Stil, und die musikalischen Fähigkeiten sind so weit gereift, dass es jetzt nur noch darum geht, den Songs, ihren Visionen und Aggressionen die richtige Form und den passenden Ausdruck zu geben, und das gelingt nahezu perfekt. Hauptsächlich im Midtempo walzt und drückt sich die Band durch eine beklommene, wutentbrannte und stets finstere Black-Metal-Version, die mehr als einmal an die düsteren Klangwelten eines Tom G. Warrior erinnert. Da passt es gut ins Bild, dass jener mit seinem Triptykon-Kollegen V. Santura im Mix den Sound perfektionierte. Und auf eine gewisse, fast schon unheimliche Weise hat dieser Brocken dennoch eine Art Massenkompatibilität, obwohl sich auch bei genauerer Betrachtung absolut nichts Anbiederndes oder Kalkuliertes ausmachen lässt. „Seven Bells“ könnte für die Band zum ganz großen Wurf werden, denn das Ding ist einfach richtig, richtig geil!


Andreas Himmelstein 9.0