ReviewAlbum

Band
UNISONIC 
Kategorie
Album 
Heft
RH #297 
Titel
Ignition 
Erscheinungsjahr
2012 
Note
8.5 

Earmusic/Edel (18:39)
Das neue Jahr beginnt mit einem Paukenschlag: UNISONIC, die bekanntermaßen neben Michael Kiske nun auch Kai Hansen in ihren Reihen haben, bringen mit „Ignition“ einen logischerweise viel zu kurzen Vorgeschmack in EP-Form heraus, bevor im März das komplette Album folgen wird. Aber bereits der Vier-Tracker dürfte Helloween/Gamma-Ray-Lunatics die Freudentränen in die Augen schießen lassen, wenn man die Spielfreude, die typischen Hansen-Riffs und die unverkennbare Stimme des in die Metal-Gemeinde zurückgekehrten Sängers hört. Denn eines ist klar: UNISONIC spielen nicht nur Rock, sondern auch lupenreinen Metal, wie die Bandhymne ´Unisonic´ zeigt, die auf einem Priest-Riff fußt (´Steeler´ lässt grüßen) und mit jedem Durchlauf an Ohrwurmqualität gewinnt. ´Sanctuary´ zeigt die rockige Seite der illustren Runde, zu der auch Mandy Meyer (g.), Kosta Zafiriou (dr.) und Dennis Ward (b.) gehören, und überrascht mit einem getragenen Chorpart. Die Demoversion von ´Souls Alive´ verspricht Großes für das kommende Album und ist mein momentaner Favorit der EP, bevor der im Herbst 2011 in Japan live aufgenommene und grandios vorgetragene Klassiker ´I Want Out´ in die gute alte Zeit zurückversetzt. Doch die ist ja noch lange nicht vorbei, wie „Ignition“ beweist!
Freut euch auf das Debüt „Unisonic“ und natürlich auf den ersten Auftritt auf deutschem Boden - UNISONIC auf dem Rock Hard Festival!

3 Fragen an UNISONIC-Sänger Michael Kiske:
Michael, UNISONIC gab es schon, bevor Kai Hansen einstieg. Was hat sich dadurch verändert?
»Für mich persönlich ganz Entscheidendes. Wir haben auch vorher schon gutes Material gehabt, aber eine Band ist ja doch vor allem immer Chemie, und eine andere Person kann alles verändern. Bei uns ging das nach vorne los: Dennis und Kai klicken unglaublich gut zusammen, mittlerweile eigentlich alle. Kai ist ein Mensch, den man an sich sehr gut um sich haben kann, der sehr gesellig und lustig ist und dazu noch sehr produktiv. Im Handumdrehen wurden gute Songs klasse. Er kommt auf Sachen, auf die andere gar nicht gekommen wären, und umgekehrt. Und so sollte es ja auch sein. Ich habe Kai immer gemocht und finde es schön, dass wir wieder was zusammen machen. Vor allem wird das Album - auch wenn es natürlich unseren Stempel haben wird, das geht ja auch gar nicht anders - trotzdem etwas Eigenständiges. Das ist mir sehr wichtig. Ich kann künstlerische Arschkriechereien nicht leiden. Eine gute Sache hat ihre eigene Dynamik, und derzeit gefällt mir die Dynamik von UNISONIC sehr gut.«
Auf der EP kann man ´I Want Out´ live hören. Wie waren eure Erfahrungen und Erlebnisse in Japan beim Loud Park Festival?
»War schon ziemlich cool. Eine Redakteurin vom japanischen "Burrn“-Magazin machte uns nach dem Gig darauf aufmerksam, dass Kai und ich das erste Mal überhaupt diesen Song zusammen in Japan gespielt haben, weil Kai damals vor der Japan-Tour mit „Keeper 2“ ausstieg. Das hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm. Das Publikum war schon sehr emotional, was sich natürlich auf die Band übertragen hat. Mir persönlich macht es jedenfalls unerwartet großen Spaß, diese Songs nach so langer Zeit mal wieder zu singen. Der Bühnen-Sound war allerdings fürchterlich; erstaunlich, dass ich trotzdem noch so gut singen konnte. Ich habe übrigens nichts hinterher ausgebessert, ist alles live!«
Ihr spielt nächstes Jahr auf dem Rock Hard Festival - was können die Fans erwarten?
»Uns auf der Bühne spielend - wer hätte das gedacht? Bisher haben wir viel Spaß live. Wenn das anhält, sollte es cool werden. Wir werden überwiegend neues Material spielen und nur als Bonus ein paar ältere Sachen, was wir uns natürlich nicht nehmen lassen - bei dieser Konstellation!« (jr)


Jenny Rönnebeck 8.5

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