ReviewDynamit

Band
SPOCK´S BEARD 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #235 
Titel
Spock's Beard 
Note
8.5 

(77:13)
Potzblitz! ´On A Perfect Day´, der Opener des neunten Bärte-Studioalbums, enthält deutlich mehr Referenzen an den ehemaligen Kreativkopf Neal Morse, als man erwarten konnte. SPOCK´S BEARD doch wieder auf dem Retro-Trip? Pustekuchen, der Blick ist weiterhin eindeutig nur nach vorn gerichtet, das macht nicht nur das anschließende fies-vertrackte Instrumental ´Skeletons At The Feast´ deutlich. „Spock´s Beard“ ist ein Album mit deutlicher Bluesrock-Schlagseite geworden (´Wherever You Stand´, ´Is This Love´), die wohl vor allem Bassist Dave Meros zuzuschreiben ist. Was natürlich nicht bedeutet, dass man auf ergreifende Balladen (´Slow Crash Landing Man´, ´All That´s Left´ oder das Piano/Gesang-Duett ´Hereafter´), warme Mellotron-Attacken oder den obligatorischen Prog-Longtrack verzichten müsste. Der schimpft sich diesmal ´As Far As The Mind Can See´, wartet aber mit weniger Gänsehautmomenten als z.B. das „Octane“-Äquivalent ´A Flash Before My Eyes´ auf. Und auch das elfminütige ´With Your Kiss´ mit seinem überraschenden Percussion-Mittelteil weiß zu gefallen. Zudem sind erstmals auf einem SB-Album echte Streicher, Bläser und Flöten zu hören, was die Songs noch mal deutlich aufwertet.
Insgesamt macht „Spock´s Beard“ von allen drei Alben der Post-Neal-Ära den bisher homogensten Eindruck. Was letztendlich bedeutet, dass sich die Jungs inzwischen wieder zu einer absolut eigenständigen Songwriting-Einheit entwickelt haben.


Mike Borrink 8.5

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