ReviewAlbum

Band
PLACE VENDOME 
Kategorie
Album 
Heft
RH #222 
Titel
Place Vendome 
Note
8.5 

(45:51)
Auch wenn es sich hier um das Projekt von Pink-Cream-69-Bassist Dennis Ward handelt, ist „Place Vendome“ das stärkste musikalische Lebenszeichen, dass Ex-Helloween-Sänger Michael Kiske seit „Keeper Of The Seven Keys, Part II“ (1988) von sich gegeben hat. Der stellenweise sehr getragene Melodic-Rock erinnert an AOR-Legenden wie Journey, Magnum oder Foreigner und verirrt sich selten in metallischere Gefilde. Wer aber auch mal ohne Riff-Gewitter und donnernde Drums leben kann und sich genauso gerne von packenden, oft einfach nur schönen Melodien verzaubern lässt, wird Ohrwürmer wie den überragenden Opener ´Cross The Line´ (das härteste Stück des Albums), das sehr Journey-lastige ´I Will Be Gone´, die tolle Halbballade ´The Setting Sun´ oder den melancholischen Rocker ´Right Here´ auf Anhieb lieben.
Selten hat Michaels Stimme souveräner geklungen als auf dieser überraschend starken Scheibe, die seinen musikalischen Neigungen (s.a. Interview in dieser Ausgabe) offenbar viel eher entspricht als das unglückliche Supared-Projekt.


Götz Kühnemund 8.5

AMAZONEMPFEHLUNG